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4 Regeln für erfolgreiches Netzwerken

4 Regeln für erfolgreiches Netzwerken

Egal ob unbewusst oder mit voller Absicht: Netzwerken gehört zu den täglichen Aufgaben eines jeden von uns. Ein stabiles Netzwerk spielt nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Leben eine zentrale Rolle. Hier hilft das berühmte „Vitamin B“ nicht nur dabei, einen neuen Job zu bekommen, sondern auch wichtige Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und den aktiven Austausch zu fördern. Oder mit anderen Worten: Netzwerken (neudeutsch: Networking) ist unverzichtbar.

 

Grundlegende „Spielregeln“

 

Wenn Sie noch neu auf dem Gebiet Networking sind, Ihre Kontakte aber gern aktiv ausbauen und festigen wollen, empfiehlt es sich, wenn Sie zuerst ein paar grundlegende Aspekte des Netzwerkens verinnerlichen.

 

Regel #1: Qualität geht über Quantität

 

Networking ist kein Beliebtheits-Wettbewerb. Verabschieden Sie sich also am besten gleich von dem Gedanken, möglichst viele neue Kontakte in kurzer Zeit zu knüpfen. Legen Sie stattdessen Wert auf die Qualität Ihrer Bekanntschaften. Ein kleines, aber dafür ausgesprochen feines Netzwerk bringt Ihnen garantiert mehr als zahllose anonyme Kontakte, die Ihnen nicht wirklich weiterhelfen können.

 

Regel #2: Definieren Sie ein Netzwerk-Ziel

 

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: „Aber woran erkenne ich einen qualitativ hochwertigen Kontakt?“ Nun, die Antwort hängt ganz von Ihnen ab. Um diese zu erlangen, müssen Sie klären, welches Ziel Ihr Netzwerk verfolgen soll. Wollen Sie

 

  • ein Experten-Netzwerk für den fachlichen Austausch?
  • ein Kreativ-Netzwerk für die Entwicklung neuer Ideen?
  • ein Hilfe-Netzwerk für Rückhalt in Problem-Situationen?
  • ein Interessen-Netzwerk für freizeitliche Aktivitäten?

Ein Netzwerk, das nur um seiner selbst willen existiert und keiner Richtung folgt, wird schon nach kurzer Zeit an Fahrt verlieren. Betrachten Sie Ihr Ziel immer auch als Motivation und versuchen Sie, Ihr Netzwerk stets qualitativer zu machen.

 

Regel #3: Eine Hand wäscht die andere

 

Netzwerke sind ein Geben und Nehmen? Nicht ganz. In erster Linie geben Sie und nehmen nur ganz wenig. An diese Regel sollten sich übrigens alle halten, wenn Sie Interesse an einem produktiven und hilfreichen Austausch haben. Denn wenn alle darum bemüht sind, möglichst viel beizutragen, wird am Ende jeder von diesem Netzwerk profitieren.

 

Einer, der sich intensiv mit der Verteilung von Geben- und Nehmen-Aktionen in Netzwerken auseinandergesetzt hat, ist Social Media-Berater Mike Sansone. Von ihm stammt die sogenannte „70-20-10“-Regel. Deren Kernaussage:

 

  • 70% Ihrer Zeit nutzen Sie, um anderen Menschen in Ihrem Netzwerk zu helfen
  • 20% Ihrer Zeit nutzen Sie, um sich selbst zu „präsentieren“
  • 10% Ihrer Zeit nutzen Sie, um die Hilfe der anderen in Anspruch zu nehmen

 

Regel #4: Pflegen Sie Ihr Netzwerk und erweitern Sie es

 

Sie haben ein qualitativ hochwertiges Netzwerk aufgebaut und auch schon von diesem profitiert? Gut. Ruhen Sie sich nun aber bloß nicht auf Ihren Lorbeeren aus. Die letzte wichtige Netzwerk-Regel besagt nämlich, dass Sie immer am Ball bleiben müssen. Ein gutes Netzwerk will gehegt und gepflegt werden. Nehmen Sie sich hierfür Zeit und versuchen Sie auch, Ihre Kontakte stetig zu erweitern. Nutzen Sie hierzu beispielsweise:

 

  • Netzwerk-Veranstaltungen
  • Einladungen einzelner Kontakte zu Partys o.ä.
  • Soziale Medien wie Facebook und Xing

 

Tipp: Networking, das nur online oder nur offline stattfindet, funktioniert nur sehr schwer. Versuchen Sie stattdessen, verschiedene digitale und analoge Möglichkeiten miteinander zu verknüpfen. Dabei ist auch wichtig, dass Sie versuchen, Online-Kontakte möglichst auch im „wahren Leben“ kennenzulernen.

 

Praxis-Tipps für aktives Netzwerken

 

Wie immer ist es uns auch beim Thema Networking wichtig, Ihnen ein paar praktische Tipps mit auf den Weg zu geben. Denn nur wer aktiv netzwerkt (anstatt zu hoffen, dass neue Kontakte auf einen zukommen), kann auch wirklich davon profitieren.

 

  • Aktive Kommunikation: Warten Sie auf Netzwerk-Events nicht darauf, angesprochen zu werden, sondern suchen Sie das Gespräch zu Leuten, die Sie interessant finden.
  • Offene Körpersprache: Geben Sie sich beim Gespräch stets offen, freundlich und interessiert. So hinterlassen Sie einen bleibenden und vor allem positiven Eindruck.
  • Nachfragen: Wer Fragen stellt, wirkt in der Welt des Networkings nicht neugierig, sondern interessiert.
  • Visitenkarten: Haben Sie IMMER einen Schwung Visitenkarten einstecken. Situationen, in denen sie gebraucht werden, aber nicht parat sind, kommen schneller, als Sie denken und sind ausgesprochen unangenehm.
  • Verbindungen schaffen: Egal ob in Form einer Freundschaftsanfrage oder einem Telefonnummer-Austausch – binden Sie wertvolle Kontakte direkt an sich, damit Ihnen diese nicht mehr „entkommen“.
  • „Kennen Sie…?“: Nichts verbindet mehr als eine gemeinsame Bekanntschaft. Versuchen Sie daher immer, Verbindungspersonen in Erfahrung zu bringen, die Ihr Netzwerk (stellen Sie es sich wirklich wie ein Netz vor) durch zusätzliche Verknüpfungen stärken.

 

Netzwerken: Ein Buch mit sieben Siegeln. Hat man den Dreh jedoch erst einmal raus, kann es durchaus sehr viel Spaß machen, neue Kontakte zu knüpfen und diese zu pflegen. Wichtig ist, dass Sie sich zu keiner Zeit entmutigen lassen und auch mal über Ihren Schatten springen – beispielsweise wenn es darum geht, eine fremde Person auf einem Networking-Event anzusprechen. Seine Sie sich sicher, dass Ihnen diese nicht den Kopf abbeißen wird, sondern dankbar ist, einen Gesprächspartner gefunden zu haben. Aktives Netzwerken gilt außerdem immer als ein Zeichen dafür, dass Sie die Dinge in die Hand nehmen und eigeninitiativ sind. Alles Eigenschaften, die in der Geschäftswelt sehr geschätzt werden.

 

 Foto: © www.pixabay.com

 

 

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