Produkt- und Personenfotos, Fotos für Blogbeiträge und Social Media, Bildmaterial für Chroniken und das Intranet… Bilder begegnen uns sowohl im Vereinswesen als auch im Beruf immer wieder und spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Inhalte zu visualisieren. Damit sie eine möglichst große Aussagekraft besitzen, ist es wichtig, ihnen eine gewisse Qualität zu verleihen. Und diese wiederum kann nur dann entstehen, wenn der oder die Fotografierende zumindest grundlegende Kenntnisse zur Fotografie besitzt. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen ein paar Tipps verraten, mit denen Ihre Bilder in Zukunft garantiert (noch) besser werden.

Tipp #1: Arbeiten Sie mit Vorder-, Mittel- und Hintergründen

Ein gutes Foto entsteht meist schon bei der Auswahl des Motivs. Anstatt einfach nur „draufzuhalten“ und hinterher zu schauen, was für ein Bild dabei entstanden ist, sollten Sie sich von Anfang an überlegen, wie Sie es möglichst spannend und ästhetisch gestalten können. Einer der einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Tricks: Erschaffen Sie einen Vordergrund, einen Mittelgrund und einen Hintergrund. Ein Beispiel:

Tipp #2: Teilen Sie das Bild in Drittel auf

Viele Kameras (und auch Smartphones) besitzen die Funktion, ein Bild schon auf dem Display mittels eines Rasters aus zwei waagerechten und zwei senkrechten Linien in Drittel aufzuteilen. Dieses Raster kann oftmals auch durch den Sucher gesehen werden.

Grund für diese Einteilung ist, das Fotos oftmals besonders spannend wirken, wenn sie entlang dieser Drittel-Linien aufgebaut werden. Sie sorgt häufig dafür, dass das Bild insgesamt dynamischer und interessanter wirkt.

Wenn Sie also beispielsweise einen See mit blauem Himmel fotografieren, sollte die Horizontlinie nicht unbedingt genau in der Mitte des Bildes verlaufen, sondern auf einer der beiden waagerechten Rasterlinien.

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit einem einzelnen Baum auf einer Wiese. Dieser kann natürlich ganz hervorragend mittig im Bild platziert werden. Doch versuchen Sie doch auch einmal, das gleiche Motiv mithilfe des Drittel-Rasters aufzunehmen und vergleichen Sie die Wirkung der beiden Ergebnisse.

Tipp #3: Vermeiden Sie den Blitz so oft es geht

Sowohl Smartphones als auch richtige Kameras sind in der Regel mit einem Blitzlicht ausgestattet, das in weniger hellen Situationen im wahrsten Sinne des Wortes für Erleuchtung sorgen. Doch auch wenn der Blitz selbst in der größten Dunkelheit für das nötige Licht sorgt, sollten Sie ihn eher sparsam einsetzen – immerhin weiß jeder von uns, wie ein überbelichtetes Bild aussieht.

Gerade in der Personenfotografie kann das Blitzlicht einer Aufnahme jeden Charme und jede Atmosphäre rauben. Wenn Sie stattdessen stimmungsvolle Fotos mit einer wohldosierten Beleuchtung machen wollen, sollten Sie so viele andere Lichtquellen wie möglich einsetzen.

Wenn die Sonne nicht mehr genügend Licht für gute Fotos liefert, können Sie beispielsweise auch Kerzen, Lichterketten, Lampen und andere Quellen einsetzen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und experimentieren Sie ruhig ein wenig herum.

Tipp für Fortgeschrittene: Eine hohe Verschlusszeit „sammelt“ so viel Licht wie möglich ein, ehe das Foto gemacht wird. Aber Vorsicht – diese Kameraeinstellung macht sehr schnell verschwommene Bilder. Daher sollten Sie eine hohe Verschlusszeit nur in Kombination mit einem Stativ einsetzen.

Tipp #4: Fotografieren Sie zur richtigen Tageszeit

Um zu verstehen, wie groß der Einfluss von Tageszeiten auf ein (gutes oder schlechtes) Foto ist, können Sie das gleiche Motiv einmal am Morgen kurz nach Sonnenaufgang, dann während der Mittagszeit, am Nachmittag und schließlich am Abend eine Stunde vor Sonnenuntergang fotografieren. Sie werden sehr schnell feststellen: Die Ergebnisse könnten unterschiedlicher nicht sein.

Während die meisten Fotografen am liebsten unmittelbar nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang fotografieren, meiden sie penibel die Mittagsstunden, um Fotos zu machen („Zwischen 12 und 3 hat der Fotograf frei“). Der Grund hierfür? Das unterschiedliche Sonnenlicht.

Während die Sonne am Morgen und Abend sehr tief steht, flache Strahlen auf die Erde schickt und alles in ein warmes, weiches Licht taucht, scheint sie zur Mittagszeit erbarmungslos vom Himmel, macht harte Schatten und damit auch viel zu große Hell-Dunkel-Unterschiede.

Wenn Sie eine möglichst „normale“ Bildstimmung erzielen wollen, dann sollten Sie am Vor- oder Nachmittag fotografieren.

Tipp #5: Achten Sie darauf, wo die Sonne steht

Ganz unabhängig davon, welche Tageszeit gerade ist, sollten Sie es nach Möglichkeit immer vermeiden, gegen die Sonne zu fotografieren. Hierdurch werden Bilder nämlich oftmals insgesamt zu hell, während der Vordergrund beziehungsweise das eigentliche Motiv viel zu dunkel dargestellt wird. Mit einem halbwegs vernünftigen Bildbearbeitungsprogramm lassen sich solche Unfälle zwar hinterher meist beheben, doch könnten Sie sich diese Arbeit eigentlich auch gleich sparen.

Als Fotograf sollten Sie die Sonne entweder hinter oder neben sich haben. Welche Position die bessere ist, hängt stark davon ab, wen oder was Sie fotografieren. Ein Gruppenfoto vom Vorstand, auf dem alle die Augen zusammenkneifen, weil ihnen die Sonne direkt ins Gesicht scheint, ist sicherlich nicht das beste Ergebnis. In dieser Situation wäre es definitiv vorteilhafter, alle so zu postieren, dass die Sonne von der Seite scheint.

Tipp für Fortgeschrittene: Wenn ein Gruppenfoto vor einem ganz bestimmten (nicht zu bewegenden) Hintergrund gemacht werden soll, beispielsweise vor einem Gebäude, sollten Sie sich vorher darüber informieren, zu welcher Tageszeit die Sonne seitlich auf die Szene scheint.

Tipp #6: Probieren Sie verschiedene Perspektiven aus

Nicht immer ist die Normalperspektive – also die, die Sie automatisch wählen, wenn Sie aufrecht stehen und die Kamera vors Gesicht halten– die richtige für ein reizvolles Foto. Um das Maximale aus Ihren Bildern herauszuholen, sollten Sie unbedingt auch mal andere ausprobieren, indem Sie sich beispielsweise hinhocken, auf einen Stuhl oder eine Leiter klettern oder sich sogar flach auf den Boden legen.

Die Möglichkeiten, die sich Ihnen hierdurch ergeben, sind wirklich vielfältig und wecken häufig die Lust, immer neue Blickwinkel zu testen.

Tipp #7: Übung macht den Meister!

Alle theoretischen Tipps sind nichts wert, wenn Sie keine Kamera in die Hand nehmen und ausprobieren. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – auch und erst recht nicht, wenn es um Fotografie geht.

Schnappen Sie sich also am besten sofort Ihre Kamera oder Ihr Smartphone und probieren Sie aus, was Sie damit alles anstellen können.

Bileico wünscht Ihnen viel Spaß dabei.