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Die Komfortzone: Was das ist und wie Sie ihr entkommen

Die Komfortzone: Was das ist und wie Sie ihr entkommen

Nicht jeder von uns kennt sie, doch wir alle haben sie: Die Komfortzone, jener wohlig-warme „Raum“ in unserem Leben, der uns Sicherheit und Geborgenheit suggeriert. Doch gerade im beruflichen Kontext kann es mitunter fatale Folgen haben, wenn Sie es sich zu lang oder gar dauerhaft in Ihrer Komfortzone gemütlich machen. Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum das so ist und wie Sie es (endlich) raus aus Ihrer Komfortzone schaffen.

Was ist die Komfortzone?

Bevor wir uns mit Möglichkeiten beschäftigen, der Komfortzone zu entfliehen, möchten wir zunächst einmal genau definieren, worum es sich hierbei eigentlich handelt. Denn obwohl jeder von uns seine ganz persönliche Komfortzone hat, ist nicht jedem bewusst, was es damit auf sich hat.

Die Komfortzone ist ein ganz individueller und persönlicher Bereich im privaten und gesellschaftlichen Leben eines Menschen, der durch ein hohes Maß an Risikofreiheit und Bequemlichkeit geprägt wird. Sie kann sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammensetzen, beispielsweise:

  • die jahrelange Partnerschaft, bei der der Alltag längst alle romantischen Gefühle unter sich begraben hat

  • der alte Freundeskreis aus Schulzeiten, der dafür sorgt, dass man keine neuen Bekanntschaften schließen muss

  • der altbewährte Kleidungsstil, der längst keine Überraschungen mehr bereithält, aber wenigstens die morgendliche Zeit vorm Kleiderschrank verkürzt

  • der gewohnte Arbeitsweg, der minutiös geplant ist und keinerlei unvorhersehbare Änderungen bereithält

  • der Job, der zwar aus den unterschiedlichsten Gründen nicht (mehr) gemocht wird, aber „immerhin“ gutes Geld bringt

  • die erprobte Businessidee, die zuverlässig Umsätze einfährt, aber schon lang keine berufliche Herausforderung mehr darstellt

Ein wichtiges Merkmal der Komfortzone sind die vermeintlich positiven Gefühle, die sie uns vermittelt. So suggeriert sie beispielsweise Schutz, Geborgenheit und Selbstsicherheit, lässt dafür aber andere Emotionen wie Spannung, Abenteuerlust und Risiko völlig außen vor.

Warum ist die Komfortzone so verrufen?

Auch wenn sich der Begriff „Komfortzone“ erst in den letzten Jahren in unserem Sprachgebrauch verankert hat, ist er bereits überwiegend negativ konnotiert. Wer nicht aus seiner Komfortzone herauskommt, gilt allgemein als bequem, risikoscheu und letztlich auch faul – und das leider nicht ohne Grund.

Denn tatsächlich wirkt sich der dauerhafte „Aufenthalt“ in der persönlichen Wohlfühloase auf lange Sicht negativ auf Ihre private wie berufliche Entwicklung aus. Vor allem für Gründer und Unternehmer gilt: Es ist essentiell, die eigene Komfortzone immer wieder zu verlassen und sich in Abenteuer mit ungewissem Ausgang zu stürzen.

Denn: Wer sich immer nur in Sicherheit hüllt, Altbewährtes tut und bloß nichts riskieren möchte, kommt schlicht und ergreifend niemals vom Fleck und unterliegt einem fatalen Stillstand.

Oder um es mit den Worten des Unternehmers Henry Ford zu sagen: „If you always do what you’ve always done, you’ll always get what you’ve always got.

6 Tipps, um raus aus der Komfortzone zu kommen

Wenn Sie nun nicht nur wissen, dass Sie sich viel zu lang in Ihrer Komfortzone aufgehalten haben, sondern diese auch endlich verlassen wollen, sind Sie hier genau richtig. Es folgen sechs ganz konkrete Tipps, die Ihnen dabei helfen, endlich (wieder) vorwärts zu kommen.

#1 Definieren Sie Ihre Komfortzone

Wer seine Komfortzone verlassen möchte, sollte zunächst einmal klar abstecken, wo diese beginnt und wo sie wieder aufhört. Denn nur so haben Sie auch wirklich die Möglichkeit, bewusst aus Ihren sicheren Gewohnheiten auszubrechen und neue Wege zu beschreiten.

#2 Beginnen Sie mit kleinen Schritten

Die eigene Komfortzone verlassen bedeutet nicht, dass Sie morgen einen Bungee-Sprung machen oder eine GmbH gründen müssen. Viele Menschen schrecken vor der Thematik Komfortzone kategorisch zurück, weil sie genau diese großen Veränderungen und Mutproben damit verbinden.

Die Wahrheit ist jedoch: Sie dürfen sehr gern auch mit kleinen Schritten beginnen und sich zum Beispiel erst einmal über Bungeejump-Möglichkeiten in Ihrer Umgebung informieren oder ein IHK-Seminar zum Thema Existenzgründung besuchen. Auch noch kleine Veränderungen wie ein neuer Weg zur Arbeit oder ein unbekanntes Gericht vom Lieblings-Lieferdienst sind wichtige und sinnvolle Schritte, wenn Sie sich nach und nach aus Ihrer Komfortzone heraus trauen wollen.

#3 Lassen Sie sich von anderen Menschen inspirieren

Wer sich nur mit Menschen umgibt, die ihrer eigenen Bequemlichkeit erliegen, wird es selbst wohl nie aus der Komfortzone heraus schaffen. Damit Ihnen das gelingt, sollten Sie sich die passenden Vorbilder suchen und sich von diesen inspirieren lassen.

In Zeiten der sozialen Medien ist das gar nicht schwer – es müssen nämlich nicht einmal zwangsläufig Menschen sein, die Sie persönlich kennen. Auch gänzlich fremde Leute, die Ihren Weg auf Facebook, Instagram und Co. dokumentieren, können einen bleibenden Eindruck bei Ihnen hinterlassen und somit zu Ihrer persönlichen Weiterentwicklung beitragen.

#4 Dokumentieren Sie Ihren eigenen „Mutausbruch“

Apropos soziale Medien: Diese sind ein wirklich großartiges Werkzeug, wenn Sie Ihre „Reise“ raus aus der Komfortzone mit anderen Menschen teilen wollen. Nutzen Sie sie also ruhig gezielt – beispielsweise um Ihre kleinen und auch größeren „Mutausbrüche“ zu dokumentieren.

Auf diese Weise halten Sie Ihre Entwicklung nicht nur für sich selbst fest, Sie können auch direkt in Kontakt mit anderen Menschen treten, die einen ähnlichen Weg gehen, Sie motivieren wollen oder wiederum in Ihnen ein motivierendes Vorbild sehen.

#5 Machen oder lernen Sie etwas völlig Neues

Einer der besten, schnellsten und somit auch effizientesten Wege raus aus der Komfortzone ist der Beginn von etwas völlig Neuem. Hier finden Sie ein paar Anregungen:

  • Lernen Sie eine (neue) Fremdsprache.

  • Machen Sie mit Ihrem Partner oder einer Bekannten einen Tanzkurs.

  • Tüfteln Sie an einer Geschäftsidee (auch wenn sie sinnlos ist).

  • Lassen Sie das Auto stehen und fahren stattdessen mit Zug, Bahn oder Fahrrad zur Arbeit.

  • Besuchen Sie eine Netzwerk-Veranstaltung und sprechen Sie dort fünf fremde Menschen an.

Mutproben dieser Art werden Ihren Horizont enorm erweitern – auch wenn sie manchmal eher unscheinbar daherkommen. Denn indem Sie bewusst das sichere Parkett verlassen und sich aufs glatte Eis begeben, nehmen Sie alles um sich herum viel intensiver wahr. Sie sammeln neue Erfahrungen, erlangen neue Erkenntnisse und werden dadurch (zumindest teilweise) ein neuer Mensch. Probieren Sie es aus!

#6 Brechen Sie starre Routinen auf

In diesem Blogbeitrag aus dem Jahr 2018 haben wir Ihnen von der positiven Wirkung von Morgen- und Abendroutinen berichtet – nur um Ihnen jetzt zu empfehlen, bekannte Abläufe bewusst aufzubrechen.

Regelmäßige Routinen verleihen unserem Alltag Struktur und eine gewisse Sicherheit. Sie helfen also vor allem in besonders turbulenten Phasen, in denen wir oftmals nicht wissen, wo uns der Kopf steht. Grundsätzlich sind sie also etwas Gutes.

Wenn Sie jedoch merken, dass Sie sich in der Monotonie immer gleicher Abläufe verlieren und einfach nicht vom Fleck kommen, ist es an der Zeit, diese aufzubrechen und bewusst neue Wege zu gehen.

Auch hier gilt: Fangen Sie klein an! Wie wäre es beispielsweise, wenn Sie den morgendlichen Espresso nicht zuhause, sondern in einem Café zu sich nehmen, das auf Ihrem (neu ausgesuchten) Arbeitsweg liegt? Oder am Abend nicht teilnahmslos auf den Fernseher starren, sondern den Tag mit einem inspirierenden Podcast abschließen? Es gibt so viele Möglichkeiten, die nur darauf warten, von Ihnen getestet zu werden.

Die Komfortzone ist nicht per se schlecht

Mit der Komfortzone ist es so eine Sache. Denn obwohl wir Ihnen in diesem Artikel ausdrücklich empfehlen, sie immer wieder bewusst zu verlassen, möchten wir Ihnen abschließend noch ein Geheimnis verraten: Hin und wieder ist es auch völlig in Ordnung, es sich in seiner Komfortzone bequem zu machen.

Wir leben in einer Welt, in der sekündlich Reize, Möglichkeiten und Entscheidungen auf uns einprasseln. Gerade dann, wenn sich mal wieder eine besonders stressige und fordernde Phase ankündigt (beispielsweise in einer finalen Projektphase, bei einem Jobwechsel oder nach einer privaten Trennung), ist es also völlig in Ordnung, sich mit der Geborgenheit der Komfortzone zu umgeben. Diese sorgt nämlich letztlich dafür, dass wir die Nerven nicht völlig verlieren, sondern stetig weitermachen, bis Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist.

Darum kann festgehalten werden: Die Komfortzone ist per se nicht schlecht – vorausgesetzt, Sie machen es sich nicht dauerhaft in ihr bequem.

Foto: www.pixabay.com

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