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Geschäftsidee: Die Medienkontakt-Plattform Recherchescout

Geschäftsidee: Die Medienkontakt-Plattform Recherchescout

Wer als Journalist oder Blogger an einem Artikel arbeitet, muss diesen nicht nur schreiben, sondern auch zu dem entsprechenden Thema recherchieren. Suchmaschinen sind hierfür mittlerweile die erste Anlaufstelle. Das Problem an Google und Co.: Man findet nur das, was man auch wirklich sucht. Doch was ist mit all den anderen, unbekannten und deswegen noch viel spannenderen Aspekten? Genau an diesem Punkt setzt die Medienkontakt-Plattform Recherchescout an. Ich habe mit Gründer Kai Oppel über seine Geschäftsidee und ihre Vorteile gesprochen.

Info: Sie wollen als Unternehmen oder Verein Pressearbeit betreiben und wissen nicht so recht, wo Sie anfangen sollen? Dann melden Sie sich doch als Experte bei Recherchescout an, um gezielte Anfragen von Journalisten und Bloggern zu erhalten.

 

Hallo lieber Herr Oppel, erzählen Sie doch erst einmal, wer Sie sind und welchen beruflichen Background Sie haben.

Ich bin so einer, der Zeitungen und Zeitschriften liebt und der immer viel mehr kauft, als er am Ende lesen kann. Das ging alles auch schon früh los – mit einem Volontariat bei der Saale Zeitung Bad Kissingen und anschließenden journalistischen Stationen bei dpa, Bild und zuletzt der Financial Times Deutschland. Kurzum: Ich bin ein Medienmensch. Nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften habe ich mich zum Wechsel in die PR entschieden, weil ich das irgendwie auch spannend gefunden habe.

 

Was ist Recherchescout?

Eine Kontaktplattform, die Journalisten und Pressestellen zusammenbringt auf Grundlage thematischer Matchings. Eine Art Themen-Tinder sozusagen.

 

Wer gehört noch alles zum Gründungsteam von Recherchescout?

Martin Fiedler, ebenfalls ein früherer Journalist, der seit langem erfolgreich als PR-Berater ist. Außerdem noch eine Digitalagentur aus Hamburg. Schließlich ist Recherchescout ein digitales Medienprojekt.

 

Wie kamen Sie auf diese Geschäftsidee? Kann von einem persönlichen Bedarf an einem solchen Angebot die Rede sein?

Ich hatte damals für die Financial Times Deutschland an einem Text für die Rolle von Haptik gearbeitet und konnte keinen passenden Gesprächspartner finden. Es war damals wie heute so bei Suchmaschinen: Man findet nur das, wonach man sucht. Oder eben bereits veröffentlichtes Material. Ich wusste, es gibt da draußen Experten, die garantiert etwas zu meinem Thema sagen können. Etwas Neues. Ich wusste nur nicht, wie ich sie finden kann. Also war die Idee: Warum nicht als Journalist oder Blogger auf einer Plattform Fragen stellen, die dann an jene Pressestellen gehen, die etwas zu den Schlagwörtern sagen können? So ist allen geholfen.

 

Für wen ist die Plattform alles interessant? Wer kann sich alles als "Experte" bei Recherchescout anmelden?

Für Journalisten auf der einen Seite und für PR- und Pressestellen in Unternehmen, Agenturen, Verbänden und Vereinen auf der anderen Seite. Aber auch für Startups, die keine regelmäßige PR-Arbeit machen, aber dennoch zum einen oder anderen Thema etwas sagen möchten. Kommunikatoren, die Journalisten von selbst vielleicht gar nicht in Betracht gezogen hätten.

 

Wie finanziert sich das Geschäftsmodell Recherchescout?

Pressestellen zahlen, wenn Sie mehr Anfragen als aus nur einem Themengebiet erhalten möchten, eine Nutzungspauschale. Je mehr Themengebiete sie abonnieren, desto mehr Anfragen von Journalisten erhalten sie. Das kostet deutlich weniger als herkömmliche Medienarbeit in Form von Pressemeldungen oder Pressegesprächen.

 

Was ist in Ihren Augen der größte Vorteil von Recherchescout?

Für Journalisten: Sie bekommen unverbrauchte Ansprechpartner, neue Zitate und eben neue Aspekte. Zudem geht es sehr schnell und kostet nichts. Für Pressestellen: Sie können sich frühzeitig medial zu Themen positionieren, die für sie interessant sind. Zudem ist es eine gute Ergänzung zur normalen Pressearbeit. Darüber hinaus ist es für Pressestellen nicht teuer.

 

Zum Schluss noch die "Gretchen-Frage": Wo sehen Sie Recherchescout in 5 Jahren?

Wir haben schon mehr als 2.000 registrierte Journalisten und hunderte Experten. In anderen Ländern wie den USA sind solche Medienportale sehr etabliert und fester Bestandteil des Arbeitsalltags von Medienmachern und PR-Profis. Dort sehen wir Recherchescout in 5 Jahren.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Oppel.

 

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Foto: © Anna McMaster

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