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Hashtags: Bedeutung, Aufgaben und Sinn des Rauten-Symbols

Hashtags: Bedeutung, Aufgaben und Sinn des Rauten-Symbols

Während die meisten Menschen das #-Symbol noch vor wenigen Jahren nur von ihren alten Mobiltelefonen kannten, kommt mittlerweile niemand mehr um das Doppelkreuz herum. In Verbindung mit dem Begriff Hashtag hat es längst große soziale Netzwerke wie Instagram und Twitter erobert. Doch auch im klassisch-analogen Marketing wird die Raute immer bedeutungsvoller. Lesen Sie hier: Eine Einführung in die Welt der Hashtags.

Was ist ein Hashtag?

Der englische Begriff Hashtag setzt sich zusammen aus „hash“ für das Schriftzeichen Doppelkreuz # und „tag“ für Markierung. Das Hashtag ist demnach ein markiertes beziehungsweise verlinktes Schlagwort. Im Fachjargon spricht man auch von der sogenannten Verschlagwortung.

 

Im erweiterten Kontext wird unter Hashtag immer häufiger auch das Doppelkreuz an sich verstanden. Diese Bedeutungserweiterung spielt vor allem im Marketing-Bereich und in der Jugendsprache eine Rolle.

 

Welche Aufgabe haben Hashtags?

Die primäre Aufgabe der Hashtags besteht darin, Inhalte auf Social Media, die sich mit bestimmten Themen auseinandersetzen, auffindbar zu machen und in gewisser Weise zu kategorisieren. Sucht jemand beispielsweise nach dem Hashtag #Zeitmanagement auf Instagram, bekommt er alle Postings angezeigt, die mit dem entsprechenden Schlagwort versehen worden.

 

Wenn man so möchte, dann kommt dem Hashtag also eine spezielle Filter- und Suchfunktion bei, die insbesondere auf Instagram und Twitter eine zentrale Rolle spielen. Andere soziale Netzwerke wie Youtube und Facebook bieten ihren Nutzern inzwischen zwar auch die Verschlagwortung via Hashtag an, funktionieren grundsätzlich aber auch ohne das Doppelkreuz. Mehr Informationen zu den einzelnen Netzwerken erhalten Sie weiter unten im Beitrag.

 

Eine weitere wichtige Aufgabe von Hashtags ist der Transport von Informationen. Neben typischen inhaltlichen Schlagworten gibt es auch eine Reihe spezieller Schlagwort-Angaben, die beispielsweise geografische Informationen übermitteln. Hashtags werden mittlerweile ganz gezielt eingesetzt, um solche Infos auch optisch hervorzuheben.

 

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich das Hashtag außerdem in verschiedene Richtungen weiterentwickelt. Es wird längst nicht mehr nur zur Verschlagwortung von Social Media-Inhalten genutzt, sondern ist in gewisser Weise ein eigenständiges, beinahe schon ikonenhaftes Gestaltungs- und Ausdrucksmerkmal geworden.

 

Ob als Element in Plakat-Werbekampagnen (Beispiel: Bundeswehr), als Aufdruck auf Kleidungsstücken oder im allgemeinen Sprachgebrauch („Hashtag müde“ o.ä.) – das Rauten-Symbol ist längst über die Grenzen von Social Media hinaus bekannt und beliebt.

 

Besonders gefragt ist das Hashtag mittlerweile im Zusammenhang mit langfristigen Kampagnen. Beinahe jeder Marketer, der etwas auf sich hält, erfindet inzwischen ein griffiges Hashtag, um damit seiner (Online-)Kampagne das nötige Profil zu verleihen. Die Verschlagwortung hat nicht nur einen optischen und inhaltlichen Wiedererkennungseffekt, sondern hilft tatsächlich auch dabei, einzelne Inhalte der Kampagne zu „sammeln“ und auffindbar zu machen.

 

Die Bedeutung des Hashtags in sozialen Medien

Auch wenn das Hashtag gern allgemein mit Social Media in Verbindung gebracht wird, lohnt sich ein detaillierterer Blick. Denn wie weiter oben bereits erwähnt wurde: Nicht jede Plattform im social web misst dem Doppelkreuz die gleiche Bedeutung bei. Hier können Sie sich einen groben Überblick über die gängigsten sozialen Netzwerke verschaffen:

 

Das Hashtag auf Facebook

Facebook, die „Mutter aller sozialen Netzwerke“ hat das Hashtag relativ spät, nämlich im Jahr 2013, eingeführt. Verwendet ein Nutzer das Doppelkreuz vor einem Begriff, wird es im klassischen Sinne verschlagwortet und kann auch entsprechend angeklickt werden. Der Nutzer kommt dann zu einer Übersicht weiterer Beiträge, die mit dem gleichen Begriff verschlagwortet wurden.

 

In der Theorie klingt das alles sehr einleuchtend, doch in der Praxis zeigt sich immer wieder: Hashtags wollen sich auf Facebook einfach nicht durchsetzen. Befragt man Experten, so sind sich diese relativ einig: Ein Hashtag verbessert die Performance eines Beitrags nur minimal bis gar nicht. Oder mit anderen Worten: Die Verschlagwortung lohnt sich in diesem Medium nicht und kann höchstens als Marketing-Gestaltungselement verstanden werden.

 

Das Hashtag auf Instagram

Anders als Facebook nutzt dessen „Tochter“ Instagram das Hashtag ganz gezielt zur Kategorisierung und Verschlagwortung verschiedenster Inhalte. Hier gehören Hashtags quasi zum guten Ton und werden dementsprechend auch mit großer Begeisterung genutzt.

 

Ob das Doppelkreuz nur im Fließtext genutzt werden sollte oder sogenannte Hashtag-Wolken, Aneinanderreihungen unzähliger Hashtags am Ende eines Beitrags, sinnvoll(er) sind, darüber scheiden sich die Geister.

 

Fakt ist: Hashtags haben auf Instagram eine große Bedeutung. Das gilt inzwischen nicht mehr nur für die normalen Feed-Postings, sondern auch für Inhalte, die in den Instagram Stories gepostet werden.

 

Das Hashtag auf Twitter

Schaut man sich die Historie des Hashtags an, so wird schnell klar, dass diese untrennbar mit dem Kurznachrichtendienst Twitter verknüpft ist. An keinem anderen Ort im Internet spielt die Raute eine so große und wichtige Rolle wie hier. Das zeigt sich insbesondere an „Hashtag-Klassikern“ wie #jesuischarlie oder #metoo, die ihren Ursprung auf Twitter haben und von hier aus nicht nur das World Wide Web, sondern auch die analoge Welt erobert haben.

 

Gerade der rege und mitunter ziemlich polarisierende Diskurs, der auf Twitter stattfindet und unter den entsprechenden Hashtags stattfindet, zeigt, dass die Plattform ohne das Doppelkreuz überhaupt nicht funktionieren würde. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist das Hashtag #tatort, das jeden Sonntag zuverlässig trendet (d.h. besonders viele Tweets dazu veröffentlicht werden).

 

Das Hashtag auf Youtube

Ähnlich wie auf Facebook fristet das Hashtag auch auf Youtube ein eher bescheidenes Dasein: Man kann seine Inhalte zwar auch hier verschlagworten, doch letztlich haben Hashtags nur wenig Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der eigenen Inhalte. Positiv zu bewerten ist, dass die ersten drei Schlagwörter, die ein Youtuber für seine Videobeschreibung wählt, inzwischen über dem Video angezeigt werden. Das wiederum dient dem Nutzer als Orientierung und kann dabei helfen, relevante von nicht relevanten Inhalten zu unterscheiden.

 

Wichtig: Klasse statt Masse!

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Hashtags in Ihre (Online-)Kommunikation einzubinden, sollten Sie von Anfang an verinnerlichen: Es kommt nicht auf die Menge der Schlagworte an, sondern auf deren Qualität.

 

Gerade auf Instagram kann man immer wieder den inflationären Gebrauch von Hashtags beobachten und sich natürlich fragen, was genau das bringen soll. Die Antwort: Nichts.

 

Tatsächlich ist mittlerweile umfassend untersucht worden, wie sich die Anzahl von Hashtags auf Kennzahlen wie Reichweite und Interaktion auswirken. Das Ergebnis: Nicht die blanke Zahl hat Einfluss auf der Erfolg und Misserfolg eines Postings, sondern die Relevanz des Hashtags. Einen interessanten Beitrag zu diesem Thema finden Sie unter anderem hier.

 

Was bringen mir Hashtags?

Natürlich können Sie Hashtags weiterhin als „so ein Jugend-Ding“ belächeln oder gleich kategorisch ignorieren. Sie können aber auch anerkennen, dass die Verschlagwortung einzelner Begriffe im Social Media-Kontext mittlerweile sehr viel Sinn ergibt (Stichwort: Content-Flut) und durchaus praktisch ist.

 

Insbesondere dann, wenn es darum geht, sich zu einem sehr speziellen Thema zu positionieren und eine relativ kleine Zielgruppe anzusprechen, können Hashtags wichtige Instrumente für mehr Reichweite sein.

 

Doch auch im Hinblick auf diese Themen ist der Einsatz von Hashtags durchaus empfehlenswert:

 

 

Kurzum: Hashtags sind so viel mehr als eine nette Spielerei, die gut bei jungen Menschen ankommt. Sie sind ein wertvolles Instrument der Online- und mittlerweile sogar der Offline-Kommunikation und sollten als solches auf keinen Fall außer Acht gelassen werden.

 

Foto: www.pixabay.com

 

 

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