Blog

Bileico Blog

- Herzlich Willkommen auf dem Blog von Bileico
- Alles rund um die Themen Unternehmensgründung und Vereinswesen
- Tipps, Tricks und mehr für Firmen und Vereine

Ist es sinnvoll, sich als Experte zu positionieren?

Ist es sinnvoll, sich als Experte zu positionieren?

Jeder Unternehmer, der sein Business auf die nächste Ebene heben will, fragt sich früher oder später, wie ihm dieser Schritt gelingen kann. Während die einen noch mehr arbeiten als ohnehin schon, nehmen sich andere die Zeit, um über alternative Strategien nachzudenken. Eine, die gerade in aller Munde ist, ist die Positionierung als Experte. Doch was bringt es überhaupt, als Fachmann oder Fachfrau im Bereich XY angesehen zu werden? Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Und wenn ja: Wie werde ich Experte auf meinem Fachgebiet?

Der Beitrag im Überblick

Was bringt mir ein Expertenstatus?

Ab wann gilt man als Experte?

Wie werde ich Experte?

 

Was bringt mir ein Expertenstatus?

Eine Expertenpositionierung gehört zu den primären Zielen vieler Unternehmer. Vor allem Einzelunternehmer, Freelancer und Freiberufler wittern darin die große Chance, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen und ein Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten. Doch reicht allein dieses Argument als Rechtfertigung für all den Aufwand? Warum ist es plötzlich so wichtig geworden, als Experte auf einem bestimmten Gebiet zu gelten?

 

Die Antwort auf diese Fragen ist vielfältig. Zunächst einmal kann ganz grundlegend gesagt werden, dass ein Expertenstatus eine hervorragende Basis für erfolgversprechende Pressearbeit ist. Indem Sie sich außerordentlich viel Wissen zu einem bestimmten Thema aneignen, werden Sie automatisch interessant für Journalisten. Diese sind nämlich immer darum bemüht, ihre Artikel durch sogenannte Expertenstimmen zu untermauern. Wenn Sie also beispielsweise Experte für nachhaltige Mode sind und ein Journalist über Alternativen zum klassischen Business-Dresscode schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er Sie kontaktiert und um ein Statement bittet.

 

Kurzum: Als Experte gelingt es Ihnen ohne großen Aufwand regelmäßig in unterschiedlichen Medien erwähnt und zitiert zu werden. Das wiederum festigt Ihren Status und bringt Ihnen noch mehr öffentliches Interesse ein.

 

Aufbauend auf der Aufmerksamkeit, die Ihnen als Experte zuteil wird, ergeben sich natürlich auch noch weitere Vorteile – beispielsweise neue Kunden, die aufgrund Ihrer Fachexpertise mit Ihnen zusammenarbeiten wollen. Wenn es Ihnen gelingt, regelmäßig neue Aufträge aufgrund Ihres Expertenstatus an Land zu ziehen, ist es durchaus legitim, als Dienstleister Ihren Stundensatz zu erhöhen. Egal ob Unternehmensberater, Social Media Manager oder Programmierer – wenn Sie als Experte für ein bestimmtes Gebiet eingestuft werden, sind Ihre Kunden automatisch bereit, für eine Zusammenarbeit tiefer in die Tasche zu greifen.

 

Kurzum: Als Experte haben Sie die Möglichkeit, noch mehr Kunden zu erreichen und mehr Geld für Ihre Arbeit zu verlangen.

 

Nicht zuletzt hilft Ihnen ein Status als Experte auch dabei, Ihr eigenes Profil zu schärfen – für andere und auch für sich selbst. Viele, die sich für den Weg einer klaren Positionierung entschieden haben, berichten, dass sie ab diesem Zeitpunkt so genau wie noch nie wussten, wohin ihre berufliche Reise gehen soll. Viele werden Ihnen auch bestätigen können, dass ein Expertenstatus das Selbstbewusstsein stärkt und motiviert, einen noch besseren Job als bisher zu machen.

 

Kurzum: Ein Expertenstatus hilft Ihnen dabei, Selbstbewusstsein zu sammeln und sich klar zu positionieren.

 

Ab wann gilt man als Experte?

An dieser Stelle soll verdeutlicht werden, dass der aktuelle Hype um Experten immer auch aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden muss. Das wohl größte Problem ist nämlich, dass ein Experte nicht wirklich definiert werden kann. Die Frage „Ab wann gilt man als Experte?“ ist demzufolge gar nicht so leicht zu beantworten.

 

Während den einen schon eine Weiterbildung zum Thema XY reicht, sind sich andere sicher, dass niemand ohne Doktorarbeit einen Expertenstatus verdient hat.

 

Wenn Sie sich selbst als Experte positionieren wollen, sollte es stets Ihr Anspruch sein, besser zu werden und noch mehr Wissen anzusammeln. Wenn man so will, dann ist „Experte werden oder sein“ nie ein abgeschlossener Status, sondern als stetiger Prozess zu verstehen.

 

Wie werde ich Experte?

Fassen wir an dieser Stelle noch einmal zusammen: Es ist durchaus sinnvoll, sich einen Expertenstatus zu erarbeiten – auch wenn dieser nur sehr schwer zu definieren ist. Diese Erkenntnis bringt uns wiederum zu einer weiteren spannenden Frage, nämlich: Wie wird man ein Experte auf seinem Fachgebiet?

 

Um ein Fachmann/eine Fachfrau für irgendetwas zu werden, müssen Sie sich zunächst einmal für ein Fachgebiet entscheiden. Unser Tipp: Je kleiner die Nische, desto leichter wird es, als Experte wahrgenommen zu werden.

 

Ein gutes Beispiel hierfür ist Social Media. Es gibt unzählige Menschen, die sich selbst als Social Media-Experte bezeichnen oder als solche bezeichnet werden. Aus dieser schier unendlichen Massen herauszustechen ist nahezu unmöglich. Ganz anders verhält es sich jedoch, wenn Sie sich ein bestimmtes Netzwerk – beispielsweise Instagram – herauspicken und sich vollständig auf dieses fokussieren. Natürlich gibt es auch in diesem Gebiet bereits Experten, doch wird es viel leichter sein, sich ebenfalls in der Nische zu positionieren und aufzufallen.

 

Wenn Sie Ihre persönliche Nische gefunden haben, gilt es im nächsten Schritt, Expertenwissen anzuhäufen. Das bedeutet konkret: Konsumieren Sie alles, was Sie zu Ihrem Thema finden können und beginnen Sie damit, eigene Gedanken und Erkenntnisse festzuhalten. Ein eigener Blog kann Ihnen dabei behilflich sein, Ihr Expertenwissen zu publizieren und zu verbreiten. Auch soziale Netzwerke – allen voran Facebook und Twitter – können hierbei helfen.

 

Wenn Sie eine Basis für Ihren Expertenstatus aufgebaut haben, gilt es, den Schwung zu nutzen und in verschiedene Richtungen aktiv zu werden. Hier ein paar Anregungen:

 

  • Bieten Sie sich für Gastartikel auf bekannten, themenspezifischen Blogs an

  • Twittern Sie aktiv zu Ihrem Thema

  • Bieten Sie Workshops und Seminare zu Ihrem Thema an

  • Schreiben Sie ein Buch/eBook

  • Halten Sie Vorträge zu Ihrem Thema/lassen Sie sich als Speaker engagieren

  • Achten Sie darauf, dass all Ihre Aktivitäten mit Ihrem Namen in Verbindung gebracht werden

  • Netzwerken Sie aktiv

 

Wie weiter oben bereits erwähnt, ist „Experte werden“ ein langwieriger Prozess, der nicht selten mehrere Jahre dauert. Für Sie bedeutet das: Bloß nicht die Geduld und das Ziel aus den Augen verlieren. Dass nicht jeder x-beliebige als Experte bezeichnet wird, hat natürlich einen Grund: Die wenigsten haben einen ausreichend langen Atem und geben irgendwann auf halber Strecke auf. Diejenigen, die es jedoch wirklich ernst meinen, werden ihr Ziel erreichen und dann auch für die harte Arbeit belohnt.

 

Übrigens: Sich selbst einfach immer wieder als Experten betiteln und hoffen, dass andere diesen Zusatz übernehmen, ist eine Strategie, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Wir möchten an dieser Stelle jedoch ausdrücklich davon abraten. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis Sie als Schwindler enttarnt werden.

 

Foto: www.pixabay.com

 

 

Bewerte diesen Beitrag:
Mythos Vereinssterben: Gibt es wirklich immer weni...
Welche Social Media-Kanäle passen zu meinem Untern...

Kommentare

 
Keine Kommentare vorhanden
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Mittwoch, 21. Februar 2018