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Selbstständig mit Baby: 9 Tipps für frischgebackene #workingmoms

Selbstständig mit Baby: 9 Tipps für frischgebackene #workingmoms

Wenn selbstständige Frauen ein Baby bekommen, dann steht ihr Business in der Regel erst einmal Kopf. Alte Glaubenssätze („Als frischgebackene Mutter darf man nicht arbeiten.“) treffen auf neue Erkenntnisse („Ich möchte meine Selbstständigkeit aber nicht aufgeben.“) und sorgen somit für tägliche Herausforderungen. Falls auch Sie (neuerdings) zu den #workingmoms gehören und sich neben dem Business nun auch um ein Baby kümmern, ist dieser Beitrag der richtige Lesestoff für Sie. Denn hierin erfahren Sie neun Tipps, die Ihnen dabei helfen, Privat- und Berufsleben besser in Einklang zueinander zu bringen.

Tipp #1: Erwartungen herunterschrauben

Nur wenige Wochen nach der Geburt schon wieder voll in den Job einsteigen? Dieses „Kunststück“ gelingt nur den wenigsten Frauen. Die meisten stellen schnell fest: Mutter sein ist extrem vielfältig – und ziemlich oft nicht so, wie man es erwartet hätte.

 

Indem Sie gleich zu Beginn all Ihre Erwartungen herunterschrauben – und zwar sowohl die an Ihre eigene Person als auch an Ihr Baby – wird eine augenblickliche Entspannung eintreten.

 

Es ist völlig normal, dass Sie in den ersten Wochen und Monaten nur sehr wenig oder vielleicht sogar gar nicht arbeiten können. Üben Sie sich in Akzeptanz und sagen Sie sich immer wieder, dass das okay ist. Es werden auch wieder andere Zeiten kommen.

 

Tipp #2: Offen kommunizieren

Grundsätzlich ist es natürlich absolut legitim, Arbeits- und Privatleben voneinander zu trennen und Kunden nicht über den Nachwuchs zu informieren. In der Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass dieser Weg oft unnötigen Stress erzeugt.

 

Indem Sie Ihren Kunden und anderen Geschäftspartnern (sowohl männlichen als auch weiblichen) von Ihren veränderten Lebensumständen erzählen, werden Sie in der Regel auf sehr viel Verständnis stoßen.

 

Es wird unvermeidbar sein, dass Sie in naher Zukunft mal eine Deadline nicht einhalten können oder einen wichtigen Telefontermin verschwitzen. Das ist natürlich ärgerlich, doch die offene Kommunikation sorgt dafür, dass Ihre Kunden den Grund kennen.

 

Zusatz-Tipp: Die Geburt Ihres Kindes ist der ideale Zeitpunkt, um Ihre Preise anzuheben – immerhin gibt es nun einen zusätzlichen Kostenfaktor in Ihrem Leben, der abgedeckt werden möchte.

 

Tipp #3: Jede Gelegenheit zum Arbeiten nutzen

„Lohnt es sich, den Laptop aufzuklappen? Ach nein, das Baby wird ja sowieso gleich wach.“

Selbstständige Mütter werden diesen Gedankengang nur zu gut kennen – und irgendwann verinnerlichen: Ja, manchmal beendet das Baby seinen Mittagsschlaf abrupt, doch manchmal eben auch nicht.

 

Jede Gelegenheit, die sich Ihnen zum Arbeiten bietet – und sei sie auch noch so überschaubar – sollte genutzt werden. Auch wenn Sie es „nur“ schaffen, einmal in Ihr Email-Postfach zu schauen, wird es Ihnen ein gutes Gefühl geben.

 

Zusatz-Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Kind von zuhause aus arbeiten, werden Sie immer auch das Bedürfnis haben, sich um Ihren Haushalt zu kümmern. Stellen Sie diesen bewusst hinten an, wenn die Liste der beruflichen to dos länger und länger wird. Putzen und Co. verlangen nicht so viel Konzentration wie die Bearbeitung eines Kundenprojekts.

 

Tipp #4: Woche am Sonntag planen und Aufgaben priorisieren

Es ist ein schönes Ritual, um einen sanften Einstieg in die neue Arbeitswoche zu schaffen: Setzen Sie sich am Sonntagabend mit Ihrem Terminkalender hin und überlegen Sie sich, wann Sie welche Aufgaben erledigen wollen. Beachten Sie hierbei:

 

  • berufliche to dos

  • Aufgaben im Haushalt

  • private Termine/Verabredungen

  • Zeit für Sport und Spaziergänge

  • weitere wichtige Punkte in Ihrem Leben

 

Ziel sollte es sein, einen möglichst vollständigen Fahrplan für die kommende Woche zu erstellen, der Ihnen das Gefühl gibt, immer zu wissen, was wann zu tun ist.

 

Um auch garantiert nichts dem Zufall zu überlassen, hilft es außerdem, einzelne Aufgaben zu priorisieren beziehungsweise in eine (sinnvolle) Reihenfolge zu bringen. Diese Maßnahme sorgt dafür, dass Sie sich am Morgen sofort in die ersten to dos stürzen können, anstatt sich erst einmal sortieren zu müssen.

 

Zusatz-Tipp: Auch der beste Plan ist anfällig für die Unbekannte N. Wenn Ihr Baby beispielsweise partout nicht einschlafen möchte, ist es vielleicht sinnvoller, den Nachmittagsspaziergang vorzuziehen und die Wäsche erst am nächsten Tag zu waschen. Bleiben Sie immer flexibel und versteifen Sie sich nicht.

 

Tipp #5: Neue Arbeitsplätze und -methoden ausprobieren

Die meisten selbstständigen Frauen malen sich schon in der Schwangerschaft aus, wie es sein wird, mit Baby zu arbeiten – und stellen ein paar Monate später fest, dass (so ziemlich) alles ganz anders kommt.

 

Wenn Sie merken, dass Ihr Plan (beispielsweise: „Ich arbeite immer dann, wenn das Baby schläft.“ oder „Ich arbeite immer abends.“) nicht funktioniert, sollten Sie nicht krampfhaft an diesem festhalten, sondern sich auf die Suche nach Alternativen begeben. Neue Blickwinkel und Ansätze sind Ihnen dabei behilflich, beispielsweise:

 

  • Richten Sie sich einen Steharbeitsplatz ein und tragen Sie Ihr Baby in der Trage oder einem Tuch bei sich

  • Haben Sie immer ein Notizbuch dabei, um in kleinen Verschnaufpausen zwischendurch arbeiten zu können

  • Nutzen Sie den täglichen Spaziergang für Brainstormings und halten Sie Ihre Gedanken per Sprachmemo fest

 

Tipp #6: In das eigene Wohlbefinden investieren

Es bringt weder Ihrem Kind noch Ihren Kunden und erst recht Ihnen selbst nichts, wenn Sie permanent unter Stress stehen und versuchen, alles perfekt zu machen. Wenn Sie bemerken, dass Sie der Doppelbelastung aus Baby und Business nicht dauerhaft standhalten, dann befinden Sie sich definitiv auf dem falschen Weg.

 

Besser und vor allem langfristig sinnvoller: Gönnen Sie sich regelmäßige Ruhepausen und investieren Sie in Ihr Wohlbefinden, beispielsweise indem Sie:

 

  • regelmäßig Sport treiben

  • ausreichend Wasser trinken

  • sich gesund und ausgewogen ernähren

  • bewusste „arbeitsfreie“ Phasen blockieren

  • Zeit mit Ihrem Partner verbringen

 

Vieles davon erscheint Ihnen auf den ersten Blick vielleicht wie ein lästiger Zeitfresser, doch schon bald werden Sie merken, dass Sie dadurch weitaus konzentrierter und effektiver arbeiten können.

 

Tipp #7: Aufgaben outsourcen

Ein Baby wird Ihren Arbeitsalltag gehörig auf den Kopf stellen und Ihnen vor Augen führen, was Ihnen im Hinblick auf Ihr Business wirklich wichtig ist.

 

Alles andere, beispielsweise lästige Aufgaben wie Buchhaltung, Marketing und Webseitenpflege, fällt dann schnell mal hinten runter. Dies ist der perfekte Zeitpunkt, um über Outsourcing nachzudenken!

 

Indem Sie bestimmte Aufgaben an einen Experten beziehungsweise eine virtuelle Assistenz auslagern, haben Sie automatisch mehr Zeit, um sich

 

  1. auf Ihr Kerngeschäft zu konzentrieren

  2. Ihrem Baby beim Wachsen und Gedeihen zuzuschauen

 

Klingt beides nicht schlecht, oder?

 

Tipp #8: Netzwerken und weiterbilden mit Baby

Mit Baby darf man an beruflichen Veranstaltungen wir Network-Events und Weiterbildungen nicht mehr teilnehmen? Lassen Sie sich so etwas bloß nicht einreden!

 

Auch selbstständige Mütter haben ein Recht darauf, zu netzwerken und ihren Wissensschatz zu erweitern – erst recht, wenn Sie gerade erst ein Kind auf die Welt gebracht haben.

 

Scheuen Sie nicht davon zurück, Ihren Nachwuchs mit zu entsprechenden Veranstaltungen zu nehmen. Sie werden schnell feststellen: Es gibt keinen besseren Einstieg in einen angenehmen Smalltalk als ein niedliches Baby.

 

Tipp #9: Mit anderen Müttern austauschen

Zu guter Letzt noch ein Tipp, der eigentlich auf der Hand liegt, aber trotzdem immer wieder vergessen wird: Suchen Sie sich Rat und Unterstützung bei anderen Müttern, die ebenfalls selbstständig sind und Ihre Probleme sowie Sorgen ganz genau kennen.

 

Ein starkes Netzwerk steht Ihnen nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern kann Sie in Krisensituationen auch auffangen.

 

Was sind Ihre für Tipps für selbstständige Frauen mit Baby? Verraten Sie sie uns und den anderen Leserinnen gern in den Kommentaren.

 

Foto: www.pixabay.com

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