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Silodenken: Was es ist, warum es heute nicht mehr zeitgemäß ist und was Sie dagegen tun können

Silodenken: Was es ist, warum es heute nicht mehr zeitgemäß ist und was Sie dagegen tun können

Das sogenannte Silodenken ist ein weit verbreitetes Phänomen, das vielen Unternehmen die Arbeit erschwert. Doch auch wenn die meisten inzwischen wissen, dass das Denken in starren Strukturen hinderlich für das Wachstum einer Firma ist, tun die wenigsten aktiv etwas dagegen. In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie rund um das Silodenken wissen müssen – inklusive einer Reihe von Tipps, um es endlich abzubauen.

Silodenken: Was ist das?

 

Silodenken ist ein anderer Begriff für sehr stark ausgeprägtes Abteilungsdenken. Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens ist ausschließlich auf seine eigene Abteilung fokussiert und nur wenig kooperativ, wenn Anfragen aus anderen Bereichen der Firma kommen.

 

Die Folge: Jede Abteilung ist ein mehr oder weniger in sich geschlossenes System, das sich gegen äußere Einflüsse abschottet und beispielsweise wenig empfänglich für Anfragen, Kritik und Feedback ist.

 

Die Resultate vom Silodenken sind u.a.

 

  • starre Strukturen

  • hohes Konkurrenzdenken

  • mangelhafte Kommunikation

  • fehlende Agilität

 

Exkurs: Woher stammt der Begriff „Silodenken“?

 

Der Begriff Silodenken leitet sich ab von „Silo“ - also großen Speichern von Schüttgut wie Zement, Getreide oder Futtermittel. Das Sinnbild der in sich geschlossenen Systeme, die nach innen gut funktionieren, aber nichts von außen an sich heranlassen, passt sehr zur Problematik des Silodenkens.

 

Der große Unterschied: Während Silos unbedingt von äußeren Einflüssen wie Regenwasser, Wind und Insekten abgeschottet werden müssen, würde den Abteilungen, die dem Silodenken unterliegen, regelmäßiger frischer Input durchaus guttun.

 

Was sind die Ursachen für Silodenken?

 

Silodenken ist nichts, was von heute auf morgen in einem Unternehmen einzieht und sich schlagartig breit macht. Meist entwickelt sich die starke Abgrenzung der einzelnen Abteilungen im Laufe der Zeit und kann als schleichender Prozess bezeichnet werden.

 

Die Ursachen für Silodenken sind vielfältig und äußerst interessant. Denn schon an dieser Stelle wird deutlich, dass Unternehmen einiges dagegen tun können.

 

Silodenken wird bedingt und begünstigt durch:

 

  • starken Konkurrenzdruck zwischen den einzelnen Abteilungen

  • den Kampf um Budgets, Ressourcen und Arbeitsplätze

  • extrem hohe Spezialisierung und großes Fachwissen innerhalb der Abteilungen

  • Fehlen von flexiblen Generalisten innerhalb des Unternehmens

  • mangelndes Wissen über die Gefahren von Silodenken

 

Nachteile: Warum ist Silodenken so gefährlich?

 

Dass sich einzelne Abteilungen innerhalb eines Unternehmens auf ihre Kernkompetenzen und -aufgabenbereiche fokussieren, ist nichts Neues und zunächst einmal auch nichts Schlechtes. Darum ist es natürlich legitim, sich zu fragen: Warum wird Silodenken überhaupt so verteufelt?

 

Um eine Antwort darauf zu finden, möchten wir uns nachfolgend etwas genauer mit den Nachteilen vom Silodenken auseinandersetzen. Sie unterstreichen besonders gut, warum es – gerade heutzutage – so gefährlich für Unternehmen ist.

 

 

Silodenken behindert die Agilität eines Unternehmens

 

Wenn ein Unternehmen mit seiner Konkurrenz mithalten möchte, dann muss es immer wieder in kürzester Zeit auf neue Trends und Entwicklungen reagieren können. Gerade das Internet mit seinen unendlich vielen Möglichkeiten, aber auch andere Einflüsse sorgen dafür, dass Agilität mittlerweile zur Grundvoraussetzung für erfolgreiche Unternehmen geworden ist.

 

Diese wiederum kann jedoch in der Praxis nur dann funktionieren, wenn Silodenken zumindest aufgebrochen, im besten Fall jedoch vollständig beseitigt wird. Andernfalls sind agile Prozesse und das schnelle Reagieren auf Veränderungen absolut undenkbar.

 

Silodenken fördert den Konkurrenzkampf innerhalb eines Unternehmens

 

Wenn ein Unternehmen vom Silodenken beherrscht wird, dann kocht – salopp formuliert – jede Abteilung ihr eigenes Süppchen und ist im schlimmsten Fall auch noch stets darum bemüht, die der anderen zu versalzen.

 

Denn gerade dann, wenn der Kampf um Budgets und Ressourcen das Silodenken befeuert, schwillt automatisch auch das Konkurrenzdenken an. Dass dies wiederum pures Gift für jedes Betriebsklima ist, dürfte auf der Hand liegen und muss nicht weiter erläutert werden.

 

Silodenken kostet Geld

Eines der größten Probleme vom Silodenken sind mangel- und fehlerhafte Absprachen zwischen den einzelnen Abteilungen. Denn diese wiederum führen extrem oft zu Fehlern, die a. nicht hätten sein müssen und b. ziemlich viel Geld kosten können.

 

Allein schon aus diesem Grund sollte jedem Geschäftsführer daran gelegen sein, Silodenken im Unternehmen so schnell wie möglich abzubauen.

 

Silodenken ist nicht mehr zeitgemäß

An dieser Stelle ein Plädoyer an alle, die jetzt denken: „Ja, aber das war doch schon immer so“:

 

Silodenken mag in vielen Unternehmen vielleicht Tradition haben – doch trotzdem hat es inzwischen ausgedient. Wer in der modernen Arbeitswelt von heute mithalten will, der baut nicht nur Hierarchien, sondern auch starre Abteilungsstrukturen ab.

 

Natürlich ist es nach wie vor gut, wenn Unternehmen ihre Spezialisten für unterschiedliche Aufgaben haben. Es schadet allerdings auf keinen Fall, die Grenzen zwischen einzelnen Abteilungen zu öffnen, um eine bessere Kommunikation zu ermöglichen und so vielleicht den Grundstein für völlig neue Denkanstöße zu legen.

 

Was tun gegen Silodenken?

Silodenken ist in jedem Unternehmen unterschiedlich stark ausgeprägt. Trotzdem kann an dieser Stelle ganz klar gesagt werden: Brechen Sie es auf, um den Erfolg Ihrer Firma weiter voranzubringen. Diese Maßnahmen werden Ihnen dabei behilflich sein:

 

Fördern Sie eine aktive Kommunikation

Kommunikation ist oft die Lösung eines Problems – nicht nur wenn es um Silodenken geht.

 

Wenn Sie merken, dass sich einzelne Abteilungen im Unternehmen mehr und mehr abschotten und Workflows ins Stocken geraten, ist es an der Zeit, zu intervenieren und die Problematik anzusprechen.

 

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern in diesem Zusammenhang außerdem verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten an, um den Austausch zwischen den einzelnen Abteilungen aktiv zu fördern.

 

 

Nutzen Sie Unternehmenssoftware

Ein ganz praktischer Tipp für weniger Silodenken ist der Einsatz von sogenannter Unternehmenssoftware. Programme wie Bileico unterstützen nicht nur ganz allgemein die Weiterentwicklung Ihrer Firma, sondern können auch dazu beitragen, dass die Grenzen zwischen einzelnen Abteilungen aufgebrochen werden.

 

Wenn Sie mehr zum Thema Unternehmenssoftware erfahren wollen, dann empfehlen wir Ihnen diesen Artikel auf unserem Blog.

 

Führen Sie das Prinzip der Job Rotation ein

Ein extrem spannender Ansatz zum Abbau von Silodenken ist die sogenannte Job Rotation. Hierbei geht es darum, dass Mitarbeiter nicht tagein, tagaus die gleichen Aufgaben in ihrer festen Abteilung erledigen, sondern regelmäßig in andere Bereiche schnuppern und hier tätig sind. Das Prinzip sorgt nicht nur für ziemlich viel frischen Wind im Unternehmen, sondern trägt auch massiv dazu bei, dass sich Abteilungen viel besser untereinander vernetzen und austauschen.

 

Weitere Vorteile der Job Rotation sind beispielsweise:

 

  • Abbau von eingerosteten Routinen

  • mehr Verständnis für Abläufe in anderen Abteilungen

  • Weiterbildung und -entwicklung der Mitarbeiter

  • positives Employer Branding

 

Stellen Sie interdisziplinäre Teams zusammen

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum genauestens definierte Abteilungen überhaupt so wichtig sind? Warum nicht einfach mal andere Wege gehen und für das nächste Projekt ein interdisziplinäres Team zusammenstellen, das Silodenken von vornherein unmöglich macht?

 

Wenn sich der Test als erfolgreich erweist, ist es durchaus vorstellbar, alte Abteilungsstrukturen zukünftig mehr und mehr abzubauen und die interdisziplinären Projektteams zum Standard werden zu lassen.

 

Silodenken – ein weit verbreitetes Problem, dass Sie jedoch keinesfalls als Normalität hinnehmen müssen. Indem Sie sich der Problematik bewusst werden und entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten, befinden Sie sich auf dem idealen Weg raus aus den starren Abteilungsgrenzen.

 

Foto: www.pixabay.com

 

 

 

 

 

 

 

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