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Ziele und Visionen klar definieren – mit der „Wikipedia-Methode“

Ziele und Visionen klar definieren – mit der „Wikipedia-Methode“

Und wo sehen Sie sich selbst in fünf Jahren?“ Egal ob beim Bewerbungsgespräch, auf dem Networking-Event oder im Gründerinterview – kaum eine Frage ist so beliebt wie die nach dem vagen (und dennoch bitte möglichst präzisen!) Blick in die berufliche Zukunft. Ob nun fünf, zehn oder 15 Jahre – so unverfänglich diese Frage daherkommt, so kompliziert kann eine Reaktion darauf sein. Denn längst nicht jeder weiß aus dem Stegreif eine Antwort darauf. Wenn auch Sie sich (noch) nicht ganz sicher sind, wohin Ihre berufliche Reise eigentlich gehen soll, haben wir hier eine Idee für Sie: Schreiben Sie einen Wikipedia-Artikel über sich selbst!

Hinweis: Dieser Beitrag thematisiert nicht die Frage, wie man einen Wikipedia-Eintrag über die eigene Person veröffentlicht. Stattdessen geht es darum, sich seiner eigenen Ziele und Visionen klar zu werden, indem man einen „theoretischen Wikipedia-Artikel“ über sich selbst verfasst.

 

Wohin soll die berufliche Reise gehen?

Kennen Sie das? Sie befinden sich in einem angeregten Gespräch mit einem beruflichen Kontakt, das die verschiedenen Themengebiete des gepflegten Smalltalks abgrast und plötzlich in eine Richtung abdriftet, die Sie jedes Mal aufs Neue eiskalt erwischt: Ein Blick in die Zukunft, genauer gesagt: in Ihre berufliche Zukunft, verpackt in die scheinbar unverfängliche Frage: „Und wo sehen Sie sich in x Jahren?“

 

Jeder von uns hat diese Frage schon einmal gehört und fast jeder hat sie auch schon mal einer anderen Person gestellt. Immerhin bekundet sie ehrliches Interesse und gewährt spannende Einblicke in die Pläne des Gegenübers, ohne die Grenze der Privatsphäre zu überschreiten. Doch während die einen scheinbar immer die passende, souveräne und vor allem „richtige“ Antwort parat haben, hadern andere, wenn es darum geht, die persönlichen Pläne zu formulieren.

 

Wenn auch Sie zur zweiten Gruppe gehören, dann ist es höchste Zeit, Ihre beruflichen Visionen klar zu definieren. Ein Wikipedia-Artikel kann Ihnen hierbei behilflich sein.

 

Warum Ziele und Visionen wichtig sind

Persönliche Ziele und Visionen formulieren und damit greifbar machen, ist etwas, was vielen Menschen schwerfällt. Zu abstrakt, zu weit entfernt, zu spekulativ – die Liste der angeblichen Störfaktoren ist lang.

 

Dennoch sollten Sie sich die Zeit nehmen, um einmal ganz genau darüber nachzudenken, wohin Ihre berufliche Reise gehen soll – denn nur so können Sie letztlich ein klares Ziel vor Augen haben, das gewährleistet, dass Sie sich nicht auf Umwegen oder gar in Sackgassen verlieren.

 

Ziele und Visionen sind Anker, die Ihnen immer wieder auf Ihrem Karriereweg begegnen sollten. Die Ihnen anzeigen, dass Sie noch immer auf Kurs sind. Die Sie motivieren, immer weiter zu gehen und sich immer nur für einen Augenblick mit dem Status Quo zufrieden zu geben.

 

Kurzum: Wer keine Ziele (oder noch größer gedacht: keine Visionen) hat, irrt planlos umher und weiß nie ganz genau, was eigentlich als nächstes zu tun ist. Gerade im Karriere-Kontext kann das natürlich schnell das Aus einer Erfolgsgeschichte bedeuten.

 

Tipp: Wenn es um berufliche Ziele geht, darf es ruhig etwas größer zugehen. Scheinbar utopische Visionen können ein exzellenter Motivator sein, wenn man sie in kleinere Zwischenziele aufteilt. In diesem Sinne: dream big!

 

Was würde in Ihrem Wikipedia-Artikel stehen?

Um herauszufinden, welche konkreten Ziele und Visionen Sie der kommenden Zeit verfolgen wollen, ist ein (theoretischer) Blick in die Zukunft durchaus hilfreich. Fragen Sie sich hierfür doch einfach mal:

 

Was würde in einem Wikipedia-Artikel stehen, der in ein paar Jahren über mich verfasst wird?

 

Wikipedia-Artikel über bekannte Persönlichkeiten sind großartige Zusammenfassungen von deren Leben und Wirken. Sie gewähren nicht nur familiäre Einblicke, sondern führen auch auf, was die Person alles erreicht, erschaffen und/oder entdeckt hat.

 

Oder mit anderen Worten: Ein Wikipedia-Artikel listet auf, welche Ziele eine Persönlichkeit im Laufe der Zeit erreicht hat.

 

Vom Allgemeinen zum Speziellen

Wenn Sie sich nun an Ihren eigenen Wikipedia-Artikel setzen, sollten Sie natürlich auf keinen Fall einfach so drauf los schreiben. Überlegen Sie sich stattdessen im Vorfeld, wie der Beitrag aufgebaut sein soll, welche Informationen (aus der Vergangenheit und Gegenwart) darin vorkommen sollen und welche Zukunftsvisionen ebenfalls Teil des Artikels sein sollen. Vergessen Sie dabei nie die eingangs gestellte Frage „Wo sehe ich mich in x Jahren?“.

 

Bei der Beantwortung ist es hilfreich, vom Allgemeinen hin zum Speziellen zu denken.

 

Hier ein Beispiel:

 

  • Sie haben gerade ein Unternehmen im Bereich Mode gegründet

  • Sie eröffnen innerhalb von einem Jahr deutschlandweit zehn Filialen

  • Sie etablieren Ihre Marke am internationalen Markt

  • Sie gewinnen verschiedene Design-Awards

  • Sie gehen in die Mode-Geschichte ein, weil Sie ein ganz spezielles Kleidungsstück entworfen haben

 

Dies ist natürlich nur ein fiktives (und sehr spezielles) Beispiel, das mit großer Wahrscheinlichkeit weit von dem entfernt ist, was Sie beruflich anstreben. Was letztlich in Ihrem Wikipedia-Artikel steht, ist ganz allein Ihnen überlassen und so individuell, dass wir in diesem Blogbeitrag nicht auf jedes mögliche Szenario eingehen können. Doch im Groben sollten Sie verinnerlicht haben, in welche Richtung diese Methode geht.

 

Tipp: Natürlich können Sie mithilfe des Wikipedia-Artikels nicht nur berufliche Ziele, sondern auch private definieren. Egal ob Friedensnobelpreis, Besteigung der Seven Summits in nur einem Monat oder Hochzeit mit einem Hollywood-Star – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Sie allein bestimmen, was in dem Text steht.

 

Keine Scheu vor großen Visionen!

Wie weiter oben im Text bereits erwähnt, kann es durchaus sinnvoll sein, sich hin und wieder richtig große Ziele zu setzen, beziehungsweise Visionen ins Auge zu fassen, die scheinbar unerreichbar sind. Das gilt auch für Ihren persönlichen Wikipedia-Eintrag.

 

Vergessen Sie darum beim Verfassen niemals: Alles ist erlaubt! Denken Sie gerne groß und lassen Sie Träumereien zu! Was Sie in diesem Text schreiben, ist nicht in Stein gemeißelt und in erster Linie nur für Ihre Augen bestimmt.

 

Wenn Sie nicht alles erreichen, was in dem Artikel steht, dann ist das völlig in Ordnung. Sie sind niemandem Rechenschaft schuldig und müssen auch nicht abhaken, was Sie am Ende tatsächlich realisiert haben (auch wenn das natürlich keine schlechte Idee ist!).

 

Allein das Formulieren großer Wünsche und Visionen wird Ihnen einen ungeahnten Motivationsschub verleihen und dafür sorgen, dass Sie sich sofort an die Arbeit machen. Wer weiß? Vielleicht ist es genau dieser Schub, den Sie noch benötigt haben, um endlich damit anzufangen, Ihre Träume in die Realität umzusetzen.

 

Foto: www.pixabay.com

 

 

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