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Wo arbeitet es sich am besten? – Teil 1: Home Office

Wo arbeitet es sich am besten? – Teil 1: Home Office

Wenn Sie sich mit der Gründung eines Unternehmens befassen, wird Sie sicherlich eine Frage ganz besonders beschäftigen: Von wo aus soll ich arbeiten? Miete ich gleich zu Beginn ein eigenes Büro an oder richtige ich mir meinen Arbeitsplatz zuhause ein? Was ist mit Alternativen wie CoWorking-Spaces oder Bürogemeinschaften? In unserer dreiteiligen Reihe „Wo arbeitet es sich am besten?“ stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor und zeigen auf, welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen. Den Anfang macht das Home Office.

 

 

Der Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden

 

Das klassische Home Office bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Sie haben geringe Ausgaben, können einen Teil der Mietkosten für Ihre Wohnung steuerlich geltend machen und haben einen geringen – um nicht zu sagen: gar keinen – Arbeitsweg, was ordentlich Zeit spart. Vor diesem Hintergrund ist man beinahe schon verleitet zu behaupten, dass es sich beim Home Office um den perfekten Arbeitsplatz für Freelancer und Einzelunternehmer in der Anfangsphase handelt.

 

 

Home Office: Probleme und Lösungen

 

Leider ist diese Ansicht allerdings etwas voreilig. Tatsächlich bringt das Home Office auch einige Fallstricke mit sich, denen Sie sich häufig erst nach einer Weile bewusst werden. Um welche es sich hierbei handelt und was Sie konkret dagegen tun können, verraten wir Ihnen im Folgenden.

 

 

Problem #1: Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben verwischen

 

Wer von zu Hause aus arbeitet, hat die Arbeit immer zu Hause – so einfach ist das. Versuchen Sie deswegen stets, Ihr Home Office bestmöglich vom Rest der Wohnung abzugrenzen. Bestenfalls haben Sie hierfür ein eigenes Zimmer, in dem Sie Ihr Büro und Ihre Arbeit nach Herzenslust entfalten können. Doch auch ein Sichtschutz oder gezielt platzierte Möbelstücke können dabei helfen, Arbeit und Privatleben (optisch und räumlich) voneinander zu trennen.

Ein weiterer Fallstrick in diesem Zusammenhang ist der Übergang vom Arbeitstag zum Feierabend. Wenn die Arbeit immer zum Greifen nah ist, ist man schnell verleitet, kein Ende zu finden oder bestimmte Dinge immer wieder in die Hand zu nehmen. Hier müssen Sie lernen, konsequent zu sein. Schaffen Sie sich ein Ritual, um den Arbeitstag zu beginnen und eines, um ihn zu beenden. Mir hilft es beispielsweise, am Morgen alle Unterlagen auszubreiten und den Schreibtisch am Abend wieder pikobello aufzuräumen.

 

 

Problem #2: Ablenkungen lauern überall

 

Es ist vollkommen normal, dass man in den eigenen vier Wänden völlig anders arbeitet als anderswo. Die Atmosphäre ist bekannt und lädt dazu ein, gedanklich abzuschweifen. Auch typische Ablenkungsfallen wie Social Media und das Smartphone wirken im Home Office irgendwie gleich noch verlockender. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich im Heim-Büro zu konzentrieren, dann helfen nur zwei Dinge:

 

  • Entfernen Sie alle potentielle Ablenkungsfallen aus Ihrem Sicht- und Handlungsfeld
  • Üben Sie sich in Disziplin und machen Sie sich klar, dass es sich hierbei um Ihre Arbeit und nicht Freizeit handelt

 

Tipp: Mir hilft es, eine strikte Ordnung auf meinem Schreibtisch einzuhalten. Diese zeigt mir, dass es sich hierbei um meinen Arbeitsplatz handelt. Persönliche Elemente wie Bilder oder Deko sind erlaubt – schließlich sind diese auch in „richtigen“ Büros zu finden.

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Problem #3: Die fehlende Abwechslung

 

Von zuhause aus arbeiten klingt für viele Menschen wie das Paradies auf Erden. Man kann sich einfach im Schlabber-Look an den Schreibtisch setzen und loslegen. Kein Weg zur Arbeit, kein nerviger Chef, der einem über die Schulter schaut… Was könnte es besseres geben? Was ein riesiger Vorteil des Home Office ist, ist gleichzeitig auch eines der größten Probleme. Denn die gewohnte und überaus bequeme Routine führt schnell dazu, dass es Ihnen an Abwechslung fehlt und Sie im Arbeits-Einerlei verloren gehen.

 

Was Sie dagegen unternehmen können? Schnappen Sie sich Ihr Notebook und gehen Sie raus. Verlagern Sie Ihren Arbeitstag ruhig auch mal in ein Café oder in den Park. Arbeiten Sie stundenweise im CoWorking-Office oder suchen Sie die Ruhe der Natur, um neue kreative Denkprozesse anzustoßen. Mit anderen Worten: Kosten Sie Ihre berufliche Ungebundenheit aus und nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen gegeben sind. Es ist klar, dass es nicht jeden Tag möglich sein wird, Ihr Home Office zu verlassen – doch das ist auch gar nicht nötig. Ein gelegentlicher Ausbruch (beispielsweise einmal im Monat) sorgt für die nötige Abwechslung und neuen Schwung.

 

 

Problem #4: Fehlende soziale Kontakte

 

Wie zu Beginn bereits beschrieben, eignet sich das Home Office vor allem für Solopreneure und Freelancer – also Menschen, die Ihre Arbeit alleine verrichten. Was viele Freiheiten und auch die alleinige Entscheidungsgewalt mit sich bringt, hat natürlich auch Nachteile. So bemängeln viele, die im Home Office arbeiten, dass es Ihnen an sozialen Kontakten mangelt.

Wenn auch Sie der Meinung sind, mal wieder unter Menschen gehen zu müssen, empfiehlt es sich zum Beispiel, Netzwerk-Veranstaltungen und Mastermind-Gruppentreffen zu besuchen. Bei Events dieser Art findet ein konstruktiver und sehr professioneller beruflicher Austausch statt, von dem Sie und Ihre Arbeit definitiv profitieren werden.

 

 

Die Sonnenseiten des Home Office

 

Ich habe es weiter oben in diesem Beitrag bereits einmal angesprochen: Die Arbeit im Home Office darf selbstverständlich nicht ausschließlich negativ bewertet werden. In der Tat ergeben sich hieraus zahlreiche Vorteile, die Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten werden sollen.

 

So bietet das gewohnte Umfeld häufig viele Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten und neue gedankliche Wege zu gehen. Setzen Sie die Freiheiten, die Ihnen gegeben werden, gezielt ein, um Ihr Unternehmen voranzubringen. Niemand schreibt Ihnen vor, von wann bis wann Sie am Schreibtisch sitzen müssen. Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus und profitieren Sie von der Flexibilität.

 

Eine weitere, nicht unwesentliche Sonnenseite des Home Office sind die finanziellen Ersparnisse. Nicht nur, dass Sie Miete für ein Büro sparen, Sie können einen Teil Ihrer Wohnungsmietkosten sogar steuerlich geltend machen. Auch Schreibwaren und Büromaterial können dank Home Office von der Steuer abgesetzt werden.

 

 

Fazit: Der perfekte Ort für Freidenker

 

Ganz klar: Das Home Office als Arbeitsplatz kommt nicht für jeden Gründer in Frage. Wenn Sie jedoch die Möglichkeit haben, hier zu arbeiten, kann sich das als überaus praktisch und effektiv erweisen. Wichtig: Führen Sie sich die möglichen Probleme vor Augen und arbeiten Sie diesen entgegen. Dann steht dem beruflichen Glück in den eigenen vier Wänden nichts mehr im Weg.

 

Fotos: © www.pixabay.com

 

 

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