Verein Gründen

Verein gründen in nur 7 Schritten

Vereine können die unterschiedlichsten Ziele haben. Neben den Sport- und Kleingartenvereinen werden auch Vereine, die sich für den Natur- und Tierschutz engagieren, immer beliebter. Eine gute Idee kann auch eine Stadtteil-Initiative oder eine Bürgerinitiative sein. Häufig werden auch Vereine gegründet, um wirksam Spenden für einen guten Zweck sammeln zu können.

Für die Gründung eines Vereins braucht es nach deutschem Recht (BGB § 56) eine Gruppe von sieben Personen die ein gemeinsames Interesse haben. In Deutschland gibt es mehr als eine halbe Million eingetragene Vereine (e.V.). Damit ist der Verein eine der häufigsten Gesellschaftsformen, es gibt zum Beispiel wesentlich mehr Vereine als Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Mit Ihrem Wunsch einen Verein zu gründen sind Sie also in bester Gesellschaft! Dieser Artikel beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen:

✔ Wie lange dauert die Vereinsgründung und worauf ist zu achten?

✔ Wie sind die Voraussetzungen um einen Verein zu gründen?

✔ Welche Vorteile und Nachteile hat das Gründen eines Vereins?

✔ Wie hoch sind die Kosten für das Verein gründen?

Mit unserer Checkliste erfahren Sie, wie Sie in 7 Schritten von der Idee "Verein gründen" bis zur Eintragung des Vereins kommen. 

 

Schritt 1: Verein gründen - Satzung, Protokoll & Vorstand

 

Die oben angesprochenen sieben Vereinsmitglieder sind für das Verein gründen zwingend vorgeschrieben. Nach der Gründung des Vereins darf die Zahl der Vereinsmitglieder auch einmal geringer sein, aber sie muss immer mehr als drei betragen. Der erste und wichtigste Schritt für die Gründungsmitglieder ist die Erstellung einer Vereinssatzung. Bei Justiz-Online, dem Justizportal des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen finden Sie eine wirklich gut gelungene Muster-Satzung für einen gemeinnützigen Verein.

Nachdem sich die gründungswilligen Vereinsmitglieder auf eine Satzung geeinigt haben, kann die erste offizielle Vereinsversammlung starten: die so genannte Gründungsversammlung. Bei dieser müssen die besagten sieben Vereinsmitglieder ebenfalls wieder anwesend sein und unterschreiben. Auch hier stellt der deutsche Staat kostenlos ein gutes Muster zur Verfügung, eine Vorlage für das Gründungsprotokoll können Sie beim Bundesjustizministerium herunterladen.

Ein Verein ist eine sogenannte Körperschaft und deswegen nicht selbst handlungsfähig, um als Verein wirksam nach außen auftreten zu können, braucht es also einen Vorstand. Dieser kann zum Beispiel von der Mitgliederversammlung gewählt, aber auch auf andere Weise bestimmt werden.

Im Prinzip geht das Verein gründen sehr schnell. Mit Hilfe dieser Checkliste kann zum Beispiel ein nicht eingetragener und nicht gemeinnütziger Verein an einem Abend gegründet werden! Deutlich länger dauert es, wenn aufgrund von Gemeinnützigkeit eine Steuerfreistellung beim Finanzamt beantragt wird. Hier dauert es in der Regel vier Wochen bis ein Bescheid der Finanzbehörde vorliegt.

 

Schritt 2: Ihr Verein - gemeinnützig oder nicht?

 

Vereine, die sich für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen, genießen in Deutschland steuerliche Vorteile. Ob Ihr Verein als gemeinnützig anerkannt wird, wird im Einzelfall von den Behörden geprüft. Anhand folgender Checkliste können Sie bereits vorab einschätzen, wie die Chancen auf eine Anerkennung der Gemeinnützigkeit stehen. Gemeinnützig sind zum Beispiel:

  • Förderung von Forschung und Wissenschaft
  • Förderung von Erziehung und Bildung
  • Förderung von Kunst und Kultur
  • Förderung traditioneller Bräuche und der Heimat
  • Förderung von Sport und Jugendsport
  • Förderung von Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • Förderung von Naturschutz, Tierschutz und Landschaftspflege
  • Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und Völkerverständigung


Für gemeinnützige Zwecke kann theoretisch auch eine andere Rechtsform als der eingetragene Verein gewählt werden, zum Beispiel die Stiftung, die gemeinnützige GmbH (gGmbH) oder sogar eine gemeinnützige Aktiengesellschaft. In der Praxis hat sich der eingetragene Verein allerdings ganz klar als die beliebteste und häufigste Form etabliert.

 

Schritt 3: Verein gründen - ist eine Eintragung vorgeschrieben?

 

Nein, mit diesem sich hartnäckig haltenden Gerücht können wir aufräumen. Eine Eintragung des Vereins in das sogenannte Vereinsregister bringt zwar einige Vorteile, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.

 

Schritt 4: Verein gründen - welche Vorteile hat das?

 

Es werden jedes Jahr so viele neue Vereine gegründet, weil es viele handfeste Vorteile hat, einen Verein zu gründen:

  • Vereinsmitglieder haften NICHT für den Verein
  • Im Gegensatz zu einer GbR kann ein Verein gemeinnützig sein
  • anders als bei einer gemeinnützigen GmbH braucht ein eingetragener Verein (e.V.) KEIN Mindestkapital
  • Die Gründung eines Vereines macht aus dem Zusammenschluss von Einzelpersonen (natürliche Personen) eine so genannte juristische Person
  • Einen Verein zu gründen ist gelebte Demokratie und auch im Verein selbst geht es basisdemokratisch

 

Schritt 5: Verein gründen - welche Nachteile kann das haben?

 

Neben den vielen Vorteilen darf man auch die Nachteile eines Vereins nicht verschweigen:

  • Um einen Verein zu gründen, braucht es in jedem Fall mindestens sieben Gründungsmitglieder
  • Einen Verein zu gründen erfordert Zeit, Kosten und Aufwand in Form von Anmeldungen, Sitzungen, Satzungen, Protokollen und Vorstandswahlen
  • Ein Verein ist nicht für jeden Zweck geeignet. Zum Beispiel darf ein (eingetragener) Verein normalerweise keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgen. Falls eine gewerbliche Tätigkeit mit der Absicht Gewinne zu erzielen, dem gemeinsamen Ziel besser entspricht, kann alternativ über die Gründung einer BGB-Personengesellschaft (GbR) oder einer Kapitalgesellschaft (GmbH oder UG haftungsbeschränkt) nachgedacht werden.

 

Schritt 6: Verein gründen - was kostet das?

 

Die Kosten für das Gründen eines Vereins sind bewusst niedrig angesetzt, um möglichst viele Bürger zur Mitwirkung zu motivieren, ohne ihnen Kosten aufzubürden. So viel kostet es ungefähr, einen Verein zu gründen:

  • ca. 30 € Kosten für den Notar für die Beglaubigung der Vereinsanmeldung
  • ca. 50 € Gebühren beim Amtsgericht, wenn der Verein eingetragen werden soll
  • bis zu 30 € für die Bekanntmachung der Eintragung im Vereinsregister


Das Gründen eines Vereins kostet also nur wenig mehr als 100 €, selbst wenn alle Register gezogen werden. Höhere Kosten können entstehen, wenn Satzung und Gründungsprotokoll durch einen Rechtsanwalt erstellt werden. Weitere Kosten können entstehen, wenn später Änderungen oder Eintragungen im Vereinsregister erfolgen müssen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich Änderungen im Vereinsvorstand ergeben.

 

Schritt 7: Verein organisieren - wie geht das am besten?

 

Ein gut organisierter Verein macht Spaß, aber auch eine Menge Arbeit. Damit Sie möglichst viel Zeit für das Vereinsleben haben und die Organisation möglichst effizient ist, empfiehlt sich die Nutzung einer Vereinssoftware


Vereinssoftware für die Vereinsverwaltung!

 

Wir bieten eine Vereinssoftware, mit der Sie den neu gegründeten Verein verwalten können. Neben der Mitgliederverwaltung, der Rechnungssoftware für die Beitragsverwaltung und weiteren Funktionen, ist diese Software besonders dafür geeignet, die Kommunikation im Verein zu verbessern.

Dieser kurze Film vermittelt einen ersten Eindruck über die Verwaltungssoftware für Vereine:

 

 

Klicken Sie hier, wenn Sie mehr über die Vereinssofware erfahren möchten!

 

 

 

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