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Geschäftsidee: Junge Gründer, das Onlinemagazin

Geschäftsidee: Junge Gründer, das Onlinemagazin

Im Internet Geld verdienen – für immer mehr Menschen ein großer Traum. Einer, der diesen bereits realisiert hat, ist Kevin Pflock. Der Leipziger ist Gründer des Onlinemagazins Junge Gründer. Im Interview mit Bileico verrät er unter anderem, warum er seine Zielgruppe bewusst eingeschränkt hat, wie man auf Facebook Reichweite aufbaut und auf welchen Wegen man mit einem Onlinemagazin Geld verdienen kann.

 

 

Hallo Herr Pflock, erzählen Sie uns doch erst einmal etwas zu Ihrer Person und Ihrem beruflichen Werdegang.

Hallo Frau Fichtel, zunächst einmal vielen Dank für die Möglichkeit zum Interview.

Ich bin 28 Jahre alt und habe neben meinem Studium das heutige Onlinemagazin Junge Gründer gegründet.

Als ich 2011 nach Berlin umgezogen bin, konnte ich sozusagen hautnah die Entstehung der Startup Szene beobachten und bin mit Junge Gründer auch Teil dieser geworden.

Heute wohne ich wieder in meiner Heimatstadt Leipzig, habe aber aufgrund der kurzen Wege noch viele Kontakte in die Hauptstadt.

 

Seit wann gibt es das Onlinemagazin „Junge Gründer“?

Wir haben mit den Planungen zu Junge Gründer im November 2011 begonnen und sind seit Ende Februar 2012 online.

 

Wer ist „wir“?

Wir sind damals als Gründerteam gestartet, aber dann hat sich jeder in eine eigene Richtung entwickelt.

 

Wie kamen Sie auf die Idee, speziell „junge“ Gründer anzusprechen?

Nach dem Abitur erging es mir wie vermutlich vielen jungen Menschen: Ich hatte noch nicht den einen Plan für meine berufliche Zukunft.

Da kam mir ein Artikel über die Gründermentalität unter Jugendlichen in den USA gerade recht. Ich begann mich näher mit der wachsenden deutschen Startup Szene zu beschäftigen, fand aber leider wenig Informationen für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren.

Also begann ich damit, selbst ein Format für diese Zielgruppe zu entwickeln und berichtete anfangs über Startup News und führte Interviews mit jungen Gründern.

Diese Formate haben sich heute immer mehr zu Fachartikeln entwickelt, in denen wir zum Beispiel zeigen, was bei der Gründung einer GmbH zu beachten ist.

 

Welche Vorteile bringt eine solche Spezialisierung mit sich?

Ich denke der größte Vorteil war mein eigenes Alter. Ich war sozusagen Teil meiner eigenen Zielgruppe und wusste daher ganz gut, was mich und andere gründungsinteressierte Menschen in dem Alter beschäftigt.

Durch viele Gespräche auf Gründerveranstaltungen lernte ich außerdem weitere Probleme und Bedürfnisse der Zielgruppe kennen.

Eine Spezialisierung hilft also, Probleme und Bedürfnisse der Zielgruppe zu erkennen und Lösungen dafür zu entwickeln.

 

Wie lässt sich ein Onlinemagazin wie „Junge Gründer“ monetarisieren?

Bei der Monetarisierung einer Website oder speziell eines Onlinemagazins gibt es viele Wege.

Spontan fallen mir der Verkauf von eigenen Dienstleistungen oder Produkten ein, die Schaltung von Anzeigen oder Affiliate Marketing. Letzte Möglichkeit kann gerade mit Blick auf passives Einkommen sehr interessant sein.

 

Stichwort „Passives Einkommen“: Wie gelingt es mir, ein Einkommen zu generieren, für das ich nicht aktiv arbeiten muss?

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ein passives Einkommen selten ohne aktive Arbeit möglich ist.

Aber gerade bei eigenen Produkten oder beim Affiliate Marketing ist es durchaus möglich, ein passives Einkommen zu generieren.

Im Bereich des Affiliate Marketings ist es sinnvoll, eigene Beiträge für Suchmaschinen so zu optimieren, dass diese für bestimmte Suchanfragen auf den vorderen Plätzen ranken und so fortlaufend – passiv – Besucher auf die eigene Webseite bringen.

Diesen Besucher kann man je nach Thema zum Beispiel weiterführende Produkte oder Kurse anbieten und so eine Provision vom Affiliate Partner erhalten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Geschäftskonto Vergleich Artikel auf Junge Gründer.

 

Sie erreichen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter extrem viele Menschen. Welchen Geheimtipp für den Aufbau einer Community können Sie uns verraten?

Erstmal vielen Dank für Ihre Einschätzung zur Größe unserer Social Media Reichweite.

Meiner Meinung nach kommt es auch hier wieder darauf an, sich auf seine Zielgruppe zu fokussieren.

Dabei können folgende Fragen helfen, die Bedürfnisse der Zielgruppe kennenzulernen:

  • Welche Fragen oder Probleme hat die Zielgruppe?

  • Möchte sie eher Posts zur Bildung oder Posts zur Entspannung und Belustigung lesen?

  • Ist meine Zielgruppe den ganzen Tag erreichbar oder nur nach Ende der Arbeitszeit oder an Wochenenden?

Außerdem hat uns die Gründung einer eigenen Facebook Gruppe – hier lernt man die Bedürfnisse der Zielgruppe sehr gut kennen – und das Teilen von fremden, aber zielgruppengerechten, Beiträgen geholfen.

Bei letzteren sollte man eigene Eitelkeiten wie „Das ist ein Beitrag meines Konkurrenten, den kann ich doch nicht teilen“ außen vor lassen und den Beitrag teilen, sofern er interessant für die Zielgruppe ist. Natürlich kann man auf Basis fremder Beiträge auch eigene, ähnliche Formate entwickeln.

 

Welches grundlegende Know-How ist notwendig, um ein Onlinemagazin zu gründen?

Hier sind meines Erachtens drei Eckpfeiler nötig:

  1. Technisches Wissen

  2. Rechtliches Wissen

  3. Onlinemarketing Wissen

Was meine ich damit? Zu ersteren gehört für mich ein Verständnis vom Aufbau einer Webseite und grundlegenden HTML und CSS Kenntnissen. Hier nimmt das Content Management System Wordpress aber schon eine Menge Arbeit ab.

Zu Punkt zwei zählen für mich Stichworte wie Impressumspflicht, Datenschutz und Urheberrechtsfragen. Aber auch zu buchhalterischen und unternehmerischen Fragestellungen ist zumindest ein Grundwissen nötig.

Punkt drei umfasst für mich alle Disziplinen des Onlinemarketings wie Suchmaschinenoptimierung, Social Media Marketing, PPC, Social Ads etc. Auch hier sollte man wieder von seiner Zielgruppe ausgehen: Sucht diese eher bei Google nach Lösungen oder lässt sie sich bei Facebook und Co. besser erreichen?

 

Mit welchen Investitionskosten muss ein Gründer im Fall dieser Geschäftsidee rechnen?

Das hängt ganz davon ab, wie viel Wissen er schon hat und wie umfangreich die Webseite werden soll.

Kann er viel alleine aufbauen, muss man im Prinzip nur mit den Kosten für das Hosting rechnen. Hier gehen die Preise schon ab zehn Euro im Monat los – wer möchte, kann natürlich aber auch die Einstiegspakete für teilweise einen Euro nutzen.

Hinzu können Kosten für Tools oder Anzeigen kommen, die man zum Beispiel bei Adwords oder Facebook schalten kann. Oftmals lohnt sich hier aber auch ein Blick in die offline Welt.

Bei einer Agentur sollte man je nach Umfang der Webseite für Programmierung und Gestaltung in etwa mit Kosten von 1.500 bis 5.000 Euro rechnen.

 

Was dürfen wir in Zukunft von junge-gruender.de erwarten?

Wir wollen uns weiterhin als Anlaufstelle für Gründer etablieren und diesen die erfolgreiche Unternehmensgründung und -führung bestmöglich erleichtern.

Durch unsere Facebook Gruppe wollen wir ihnen außerdem weiter dabei helfen, sich relevant zu vernetzen und schnell und unkompliziert Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Zuletzt möchte ich mich noch bei Ihnen für die interessanten Fragen bedanken. Falls Fragen oder Unklarheiten auftauchen, können Leser mir gern eine E-Mail an redaktion@junge-gruender.de schreiben.

 

Auch ich danke Ihnen für das spannende Gespräch, Herr Pflock.

 

 

Foto: (c) Wiebke Heffter Fotografie

 

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