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Diese 5 Berufe hat die Digitalisierung erst möglich gemacht

Diese 5 Berufe hat die Digitalisierung erst möglich gemacht

Vor etwa 200 Jahren beförderte die Industrialisierung die Menschheit in ein neues Zeitalter. Der damit verbundene Begriff „industrielle Revolution“ deutet auf den drastischen Einschnitt hin, den die Gesellschaft zu jener Zeit erlebte. Das moderne Pendant zu alledem ist die Digitalisierung beziehungsweise die digitale Revolution.

Digitalisierung bezeichnet im Allgemeinen den Prozess der Aufbereitung von bis dahin noch analog vorliegenden Informationen für ein digitaltechnisches System. Ein einfaches Beispiel dafür ist etwa das Scannen einer Buchseite und die automatische Erkennung des Textes durch ein entsprechendes Programm. Dadurch liegt der Seitentext schließlich in digitaler Form vor und lässt sich weiter be- und verarbeiten.

Ähnliche Prozesse finden sich in den vielfältigsten Branchen und Berufsfeldern wieder. Die rasante Entwicklung bringt es mit sich, dass sich auf dem Arbeitsmarkt völlig neue Positionen ergeben.

 

Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce: Ein moderner Ausbildungsberuf

Sowohl bei Waren als auch bei Dienstleistungen: Der Onlinehandel ist ein beständiger Wachstumsmarkt. In diesem gewiss auch weiterhin anhaltenden Boom liegt das Potential für zahlreiche Berufe. Ein Beispiel dafür ist der Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce“, den es erst seit wenigen Jahren gibt.

Solche Kaufleute sind dank ihrer dreijährigen Ausbildung mit den Gegebenheiten des Online-Geschäfts vertraut. Dabei geht es etwa um die stetige Veränderung der Vertriebskanäle, das individuelle Verhalten der Kunden, Kommunikation zwischen Geschäftspartnern und mit der Kundschaft und viele weitere Bereiche wie beispielsweise auch Werbung.

Tatsächlich ist das Berufsfeld so facettenreich wie das Angebot auf den virtuellen Jobbörsen. Kaufmänner und Kauffrauen für E-Commerce sind letzten Endes für alle Arten von Unternehmen tätig, seien es Produkt- oder Dienstleistungsanbieter. Gleichermaßen gilt dies für den Groß- und Außenhandel als auch im Einzelhandel.

Die Branchen reichen von typischen Onlineshops für Kleidung oder Elektronikprodukten bis hin zu spezialisierten Shoppingportalen wie etwa für Software. Der Onlinehandel boomt und dementsprechend gefragt ist gut ausgebildeter Nachwuchs. Um offene Stellen besetzen zu können, preisen Unternehmen zusätzliche Benefits als Anreiz an.

 

Der Conversion-Manager fungiert als Optimierer

Wer in einen Supermarkt geht, kauft auch etwas, denn der Kunde hatte ohnehin dieses Ziel. Im Internet ist das komplizierter. Die Suche nach einem einfachen Produkt, etwa einem Sofa oder einem Kühlschrank, bringt unzählige Ergebnisse und Angebote. Das fängt bei speziellen Onlineshops an und hört bei Marktriesen wie Amazon auf. Für Dienstleistungen gilt ähnliches. Das Stichwort hierbei lautet Konversionsrate. Der Faktor umfasst die Besucher einer Website, welche schließlich auch tatsächlich einen Kauf tätigen.

Sogenannte Conversion-Manager sorgen dafür, dass dies passiert. Sie analysieren Besucherdaten einer Website, bewerten die Optik und Menüführung im Hinblick auf Kundenfreundlichkeit sowie das Angebot im Allgemeinen. Eine solche Arbeit ist für eine erfolgreiche Internetpräsenz dringend nötig. Denn innerhalb von Sekunden ist eine Website besucht und wieder verlassen. Jeder Kunde im Internet ist von vornherein verwöhnt. Bietet ihm ein Onlineshop keinen Komfort, zieht er zum nächsten weiter. Ein Experte für Konversion sorgt dafür, dass er bleibt und kauft.

 

Online Marketing Manager behalten die Trends im Auge

Früher waren die Möglichkeiten der Werbung noch relativ begrenzt. Werbetafeln in der Öffentlichkeit, Anzeigen in Magazinen und Zeitungen sowie Reklamen im Fernsehen stellten die gängigsten Methoden dar. Dank der Allgegenwärtigkeit und Vielschichtigkeit des Internets ist Marketing heute jedoch weitaus anspruchsvoller und es bedarf weit mehr als nur Eyecatcher und gute Slogans.

Affiliate- oder Influencer-Marketing beispielsweise sind absolut neuartige Kanäle und erfordern Fingerspitzengefühl sowie ständiges Dazulernen. Ein Online Marketing Manager ist dahingehend spezialisiert, behält die rasanten Entwicklungen im Auge und hilft Firmen, ihre Zielgruppe effektiv zu erreichen.

Insbesondere Social-Media-Portale wie Facebook oder Instagram und auch YouTube stellen gleichermaßen feste Größen wie auch Herausforderungen dar. Zwar gehören jene Kanäle schon seit geraumer Zeit zum kulturellen Alltag, doch herrscht eine hohe Dynamik. Die korrekten Metriken anzuwenden und richtigen Reize zu setzen, ist keineswegs Routine. Zu oft und zu regelmäßig ändern sich die Gegebenheiten, Interessen und das Anwenderverhalten. Darüber hinaus gelangen immerzu neue Portale und Apps in den Fokus der Gesellschaft und es gilt für Marketing-Experten etwaige Trends möglichst schnell zu erkennen.

 

Software-Entwickler sind auf lange Sicht stets gefragt

Einerseits im Hintergrund und andererseits doch direkt in der Mitte von allem stehen Software-Entwickler. Sie erschaffen Programme und Anwendungen, welche als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine fungieren. Die Firma, die mit einem speziellen Programm ihre Abläufe organisiert. Der Fotograf, der am Computer seinen Bildern eine spezielle Note verleiht. Der Wissenschaftler, der unzählige Daten erfasst und verarbeitet.

Sie alle benutzen die ein oder andere spezielle Software, welche genau ihren Ansprüchen genügt. Im Vergleich zu früher gibt es eine viel größere Bandbreite an Softwarelösungen, auch die kompakten Apps gehören hier dazu.

Eine besondere Art ist beispielsweise auch der Spieleentwickler. Gaming genießt in der Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Vielfach sind Videospiele gar als Kulturgut angesehen. Die Videospielindustrie wächst und wächst. Darin liegt großes Potential für Karrieren, entweder als Angestellter in einem Entwicklerstudio oder auch freischaffend mit ganz eigenen Ideen.

Beste Berufschancen für IT-Security-Berater

In der digitalen Revolution und den unzähligen Möglichkeiten dieser Entwicklung sehen viele Menschen auch ein gewisses Risiko. Tatsächlich birgt die Vernetzung Potential für Gefahren und Kriminalität durch sogenannte Cyber-Angriffe und Hacker. Statt robuster Mauern und verschlossener Türen bedarf es in dieser Hinsicht digitale Barrieren. Dabei gilt es, wichtige Daten oder Systeme rigoros vor unautorisiertem Zugriff abzuschirmen und keinerlei Sicherheitslücken zuzulassen. Je größer und bedeutsamer ein Unternehmen, ein Dienstleister oder eine Institution ist, desto wichtiger ist dessen Absicherung.

Hierfür kommen Spezialisten und Berater zum Einsatz. Sie bewerten das Risiko für Angriffe, erkennen Gefahren und Schwachstellen und helfen bei der Verbesserung der Sicherheit. Derlei Berufe genießen bereits jetzt beste Zukunftschancen. Aufgrund der stetigen Entwicklung in allen Bereichen der Digitalisierung ist der Aspekt der Sicherheit niemals Routine. Somit bedarf es dabei stets erfahrene Fachkräfte und modernste Praxis.

 

Viele Chancen für Selbstständigkeit und Freiberuflichkeit

Beachtenswert bei all den vorgestellten Tätigkeiten ist, dass sie sowohl im Angestelltenverhältnis als auch freiberuflich denkbar sind. Nicht jede Firma ist so groß, dass sie die entsprechenden Positionen dauerhaft besetzen müssen beziehungsweise überhaupt benötigt. Nichtsdestotrotz bedarf es den ein oder anderen Experten zu gegebener Zeit.

Insbesondere der Berater-Aspekt kommt da zum Tragen. Im Übrigen sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass es in der digitalen Welt eine große Zahl an Menschen gibt, die bei dem rasanten Wandel auf der Strecke bleiben. Das lebenslange Lernen war nie so wichtig wie heute. Daher ist etwa sogar der Beruf des Coaches für ältere Menschen in digitalen Angelegenheiten eine lohnenswerte Arbeit.

 

Fazit: Nie waren die Möglichkeiten so vielfältig wie heute

Teilweise sind die vorgestellten und viele verwandte Berufsfelder noch so neu oder speziell, dass es für sie kaum richtige Ausbildungsstellen oder spezifische Studiengänge gibt. Darin liegt allerdings die große Chance. Es kommt weniger auf eine klar definierte Ausbildung als vielmehr auf die angeeigneten Fähigkeiten an. Natürlich ist es weiterhin von Vorteil, einen bestimmten Berufsabschluss zu erlangen. Für viele Tätigkeiten gibt es zudem passende Zertifikatslehrgänge, in denen man sich das notwendige Wissen aneignen kann.

Wichtiger dabei ist, sich selbst mit den modernen Entwicklungen zu beschäftigen und die erworbenen Kenntnisse mit den sonstigen Ausbildungsinhalten zu verbinden. Auf diese Weise entstehen mitunter Positionen, welche es bisher noch gar nicht gibt.

Ein recht neues Phänomen ist etwa Virtual Reality, kurz VR. Hauptsächlich ist dies in Form von VR-Brillen momentan noch eine Sache der Videospielindustrie. Doch mit fortschreitender Technologie ändert sich dies gewiss. Wer würde sich beispielsweise nicht gern von einem Architekten im virtuellen Rundgang durch das zukünftige Haus führen lassen und dabei direkt Änderungswünsche einfließen lassen?

Welche Möglichkeiten und welchen Reiz hingegen wird erst ein soziales Netzwerk wie Facebook bieten, wenn es den Sprung in eine virtuelle Realität macht, ganz zu schweigen vom damit verbundenen Marketing. Nur wer schon heute solche und andere Dinge in Betracht zieht und die bereits bestehenden Konzepte versteht, gehört zu gegebener Zeit zur Spitze und besitzt die besten Chancen.

 

Bildquellen: 

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